Wolfsland - Böses Blut
Fernsehfilm, Kriminalfilm • 02.12.2021 • 20:30 - 22:00
Lesermeinung
Im neuen "Wolfsland"-Krimi "Böses Blut" (Donnerstag, 3. Dezember, 20.15 Uhr, im Ersten) ist Viola (Yvonne Catterfeld) die einzige, die an die Unschuld ihres Kollegen Butsch (Götz Schubert) glaubt.
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Viola (Yvonne Catterfeld) und Staatsanwältin Anne Konzak (Christina Große) warten vor Butschs Wohnung. Ist der Kommissar ein Vergewaltiger?
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Götz Schubert spielt seit der ersten Folge im Dezember 2016 den Kriminalhauptkommissar Burkhard "Butsch" Schulz.
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Alle gegen Butsch: Viola (Yvonne Catterfeld) sagt Dr. Grimm (Stephan Grossmann) ihre Meinung zu der anstehenden Hausdurchsuchung.
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Butsch (Götz Schubert) freut sich, seinen alten Freund Juro (Uwe Preuss) wieder zu sehen.
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Originaltitel
Wolfsland
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Fernsehfilm, Kriminalfilm

Alle gegen "Butsch", den Görlitzer Kommissar

Von Wilfried Geldner

Im ersten von zwei neuen "Wolfsland"-Filmen im Ersten geht es ans Eingemachte: "Butsch" (Götz Schubert), der Görlitzer Kommissar an der Seite von Viola Delbrück (Yvonne Catterfeld) wird einer weit zurückliegenden Vergewaltigung beschuldigt. Die Anzeige ist draußen, es brennt an allen Fronten.

Eben noch hat Burkhard, genannt "Butsch" Schulz (Götz Schubert) die Goldene Ehrennadel der Sächsischen Polizei zusammen mit seiner Kollegin Viola (Yvonne Catterfeld) erhalten, da wird er beschuldigt, vor sechs Jahren eine Frau vergewaltigt zu haben. Im neunten "Wolfsland"-Krimi "Böses Blut" ruft das den zuvor noch lobhudelnden Dienststellenleiter Dr. Grimm auf den Plan – genauso wie eine Staatsanwältin, ihres Zeichens Spezialistin für Sexualstraftaten. Dank der aggressiven Hilflosigkeit des Dienststellenleiters entwickeln sich fortan ebenso komische wie spannende Momente.

"Böses Blut" lautet der Titel des neuen Films der seit 2016 laufenden Reihe, die regelmäßig von rund fünf Millionen Menschen verfolgt wird. Das Drehbuch von Sönke Lars Neuwöhner, der alle bisherigen "Wolfsland"-Folgen schrieb, versteht es, Psychodrama und Komik geschickt miteinander zu verquicken. Trotz eines frühen Täter-Outings bleibt die Spannung über weite Strecken hoch.

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Eine Metoo-Posse aus der Oberlausitz

Die Frage ist denn auch weniger, wer hier wohl der Täter war, sondern: Warum macht er das? Früh schon im Film nistet sich Juro Schwarzbach (Uwe Preuss), ein alter Freund in der Kommissarswohnung ein, schleicht herum, als wäre er all die Jahre nie fort gewesen. Er lässt es sich gutgehen am Frühstückstisch und im Gästebett. Zwischen alten Freunden ist das so üblich, scheint seine Devise zu sein. Butschs Ehefrau Thea (Sabine Vitua) glaubt daran.

Indessen wird Butsch von der einst vergewaltigten Frau angerufen. Als er Einlass in deren Wohnung findet, liegt sie bereits tot auf dem Boden. Da war mal was, gibt der bedrängte Butsch später zu. Er hatte der Frau geholfen, es war zu einem Date gekommen. Nicht sie, sondern er hatte allerdings damals zunächst "Nein" gesagt.

Butsch hat andere Sachen gemacht im Verlauf seiner preisgekrönten Karriere, die Staatsanwältin zieht Unterlagen aus den Akten. Frauen mit "Du" angeredet, die sich das verbaten, in Fernseher geschossen – solche Sachen. Wer einmal im Schwitzkasten gefangen ist, der kommt so leicht nicht wieder heraus. Metoo-Verhör im Görlitzer Polizeirevier – dank der Sorgfaltsregie von Alexander Dierbach gerät das zu einer abgründigen Krimiposse.

Was darf man noch, wenn man unter Verdacht geraten ist?

Schön, wie Yvonne Catterfeld als Viola zu ihrem Kollegen hält. Sie glaubt an ihn, so wie selbstredend der Zuschauer auch. Darf er sie noch mit ihrem Spitznamen benennen, ist das noch erlaubt? Was darf man überhaupt noch, wenn man unter Verdacht geraten ist? Götz Schubert beantwortet solche Fragen mit einer spannenden Mischung aus Ironie, Angst und Wut. Die Gegenseite, der selbstgefällige Vorgesetzte, die gestrenge Staatsanwältin und ein nassforsch sächselnder Assistent sind allesamt durchaus ernstzunehmende Gegner – spät erst schlagen sie sich auf die Seite der Gerechtigkeit.

Immer mehr, so berichten die Beteiligten im Interview, zielen sie beim "Wolfsland"-Krimi auf das Drama der Charaktere ab, nicht so sehr auf den Whodunit-Fall. Mit dem neunten Film, "Böses Blut", haben sie da schon eine Höchststufe erreicht, viel mehr sollte eigentlich nicht mehr gehen. Der Kommissar selbst unter schwerem Verdacht – und zu alledem wird auch noch die Kollegin von schweren Albträumen geplagt, sodass sie ihrem Liebsten gleich den Laufpass gibt. In Görlitz sind sie bald alle ein Fall für die Psychiatrie. Das wollen wir aber doch nicht hoffen. Am Donnerstag, 9.12., 20.15 Uhr, ist darüber mehr zu erfahren. In "Wolfsland – Die traurigen Schwestern" wird ein Polizeiobermeister tot auf einem Parkplatz aufgefunden.

Wolfsland – Böses Blut – Do. 02.12. – ARD: 20.30 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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