ZDFzeit

  • Das Wissen um die Gehälter im Betrieb kann das Klima unter den Mitarbeitern verbessern - und bei Verhandlungen über Lohnerhöhungen helfen. Vergrößern
    Das Wissen um die Gehälter im Betrieb kann das Klima unter den Mitarbeitern verbessern - und bei Verhandlungen über Lohnerhöhungen helfen.
    Fotoquelle: ZDF / Saskia Uppenkamp
  • Wie viel verdient eigentlich der Kollege? In einem Berliner Lebensmittelbetrieb will der Geschäftsführer totale Gehalts-Transparenz anbieten. Vergrößern
    Wie viel verdient eigentlich der Kollege? In einem Berliner Lebensmittelbetrieb will der Geschäftsführer totale Gehalts-Transparenz anbieten.
    Fotoquelle: ZDF / Saskia Uppenkamp
  • Oberarzt Dr. Sebastian K. verdient monatlich 7.623,79 Euro. Allerdings musste er auch eine lange Ausbildung absolvieren, um auf seinen Posten zu kommen. Vergrößern
    Oberarzt Dr. Sebastian K. verdient monatlich 7.623,79 Euro. Allerdings musste er auch eine lange Ausbildung absolvieren, um auf seinen Posten zu kommen.
    Fotoquelle: ZDF / Saskia Uppenkamp
  • Oft wissen auch unmittelbare Arbeitskollegen nicht, wie viel der jeweils andere tatsächlich verdient. Vergrößern
    Oft wissen auch unmittelbare Arbeitskollegen nicht, wie viel der jeweils andere tatsächlich verdient.
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  • Viele Mediziner werden für ihre vergleichsweise hohen Gehälter beneidet. Vergrößern
    Viele Mediziner werden für ihre vergleichsweise hohen Gehälter beneidet.
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  • Kann das noch als fair durchgehen? Kita-Erzieher Stefan Y. verdient nach 38 Berufsjahren lediglich 2.957,71 Euro brutto im Monat. Vergrößern
    Kann das noch als fair durchgehen? Kita-Erzieher Stefan Y. verdient nach 38 Berufsjahren lediglich 2.957,71 Euro brutto im Monat.
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  • Vor allem Beschäftigte in sozialen und pädagogischen Berufen klagen über schlechte Bezahlung. Vergrößern
    Vor allem Beschäftigte in sozialen und pädagogischen Berufen klagen über schlechte Bezahlung.
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  • Vor allem zwischen Beschäftigten in Ost und West klaffen bei gleicher Tätigkeit Gehaltsunterschiede auf. Vergrößern
    Vor allem zwischen Beschäftigten in Ost und West klaffen bei gleicher Tätigkeit Gehaltsunterschiede auf.
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  • Auch wegen der vergleichsweise schlechten Bezahlung fehlen in den Pflegeberufen viele Job-Bewerber. Vergrößern
    Auch wegen der vergleichsweise schlechten Bezahlung fehlen in den Pflegeberufen viele Job-Bewerber.
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Report, Gesellschaft und Soziales
Neiddebatte beim großen Gehälter-Vergleich
Von Rupert Sommer

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
Di., 23.10.
20:15 - 21:00
Das verdient Deutschland - Der große Gehälter-Vergleich


Die groß angelegte Dokumentation stellt sich der Debatte um Lohn-Transparenz und Fairness bei den deutschen Gehältern.

Aufregerthema zur besten Sendezeit: Die neue ZDF-Dokumentation "Was verdient Deutschland" von Frank Zintner spießt die schon länger schwelende Debatte rund um die Gehälter-Ungerechtigkeit hierzulande auf. Nicht nur die Höhe der Löhne, die in West und Ost ausgezahlt werden, unterscheidet sich teilweise dramatisch. Auch zwischen Männern und Frauen klafft eine als "Gender Pay Gap" bezeichnete Lücke. Zudem ist es vielen Mitbürgern unerklärlich, warum hart arbeitende Krankenpfleger oder Kindergärtnerinnen so viel weniger auf dem Lohnzettel stehen haben als andere, und wer kann schon nachvollziehen, welche Summe inklusive Boni Spitzenbanker einstreichen. Aufgegriffen werden auch an sich löbliche Versuche, in einzelnen Unternehmen auf totale Gehältertransparenz zu setzen. Doch es steht die Frage im Raum, welche Folgen sich daraus für die Motivation von Mitarbeitern ergeben.

Die Untersuchung aus der "ZDFzeit"-Reihe möchte in deutsche Lohntüten blicken und wirft die Frage auf, warum manche Berufe vermeintlich besonders großzügig entlohnt und andere Arbeitnehmer schlecht bezahlt werden. Die Neugierde des Publikums dürfte dabei groß sein: Laut aktuellen Umfragen wissen offenbar nur 20 Prozent aller Deutschen, wo sie mit ihrem Gehalt, verglichen mit ihren unmittelbaren Arbeitskollegen, stehen. Dabei hat sich die Gesetzeslage zumindest auf dem Papier zuletzt stark geändert: Seit Anfang 2018 besteht für Beschäftigte in größeren Unternehmen ein Rechtsanspruch darauf, zu erfahren, wie viel die Mit-Beschäftigen verdienen. Die Idee dahinter: Mehr Transparenz soll für Gerechtigkeit bei der Entlohnung sorgen. Doch geht dieser Wunsch wirklich auf?

Vorgestellt wird in dem 45-Minuten-Film daher auch der Geschäftsführer einer Berliner Lebensmittelfirma, der das Wagnis eingegangen ist, für totale Durchsichtigkeit in seinem Betrieb zu sorgen. Er bietet seinen Mitarbeitern an, alle Gehälter offenzulegen. Doch auf allzu große Gegenliebe stößt sein Vorhaben nicht: Viele Kollegen wägen offenbar die Vor- und Nachteile von zu viel "Fairness" in Geldfragen ab. Noch wurde über den Plan nicht final abgestimmt. Unklar ist, wie sich die Mitarbeiter entscheiden werden.

Dabei kann ein Mehr-Wissen über die tatsächlichen Lohnverhältnisse in der Branche jedem einzelnen etwa bei Vorstellungsgesprächen praktisch helfen: Wie wissenschaftliche Studien belegen, lassen sich 60 Prozent von Frauen in einem simulierten Bewerbungsgespräch auf ein Gehalt ein, das teilweise weit unter ihrem Wunscheinkommen liegt. Bei den Männern knickten lediglich rund 30 Prozent ein. Um sich möglicherweise selbst besser einschätzen zu können, treffen in dem ZDF-Beitrag Menschen mit vergleichbaren Berufskarrieren aufeinander und legen ihren Verdienst offen.

Außerdem zieht die Dokumentation eine historische Perspektive ein, die berücksichtigt, wie sich die Joblandschaft und damit auch die Staffelung der Löhne und Gehälter in Deutschland über die Jahre hinweg verändert haben. Vergleichsweise klar war die Situation lediglich in der ehemaligen DDR: Dort wurden sozialistische "Einheitslöhne" gezahlt. Als gerecht wurden die allerdings von einer Mehrheit nicht empfunden. Trotzdem ist das anhaltende Lohngefälle zwischen Ost- und Westdeutschland eine politische Herausforderung, die noch längst nicht gelöst ist.


Quelle: teleschau – der Mediendienst


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