Deutschland 1991. Neonazis überfallen ein Asylbewerberheim; dabei wird ihr Anführer erschossen. Unter Verdacht gerät Michael Rosenzweig, aus dessen Waffe die Schüsse abgegeben wurden. Er war während des Angriffs mit seiner vietnamesischen Freundin in dem Heim. An die Ereignisse der Tatnacht kann er sich jedoch nicht erinnern. Sein Verteidiger plädiert auf mildernde Umstände. aber Michaels Bruder Jakob, selbst Rechtsanwalt, lehnt eine solche Strategie strikt ab. Er ist fest davon überzeugt, daß Michael unschuldig ist. Plötzlich gerät der junge Anwalt selbst unter Verdacht...

Zwar geht der Film sein Thema manchmal allzu plakativ und symbolverliebt an. Doch seine Stärken beweist er in der Genauigkeit, mit der er die Hilflosigkeit der Protagonisten gegenüber den Neonazis skizziert. Obwohl die Geschichte frei erfunden ist, beruhen alle fremdenfeindlichen Angriffe auf Tatsachen, etwa die Attacken auf Asylbewerberheime 1991/92 oder der Brandanschlag auf die Münchner Hauptsynagoge 1970.