Am 11. November jährt sich zum 100. Mal das Ende des Ersten Weltkriegs. Um an dieses einschneidende Ereignis der Weltgeschichte zu erinnern, strahlt 3sat die Themenwoche "Kriegsgeschichten" aus. Den Anfang macht die vierteilige Doku-Serie "14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs", die an zwei Tagen hintereinander läuft.

Darin stehen 14 Protagonisten, 14 Schicksale, 14 Tagebücher im Mittelpunkt. Während der Recherche wurden 71 Archive in 21 Ländern durchkämmt, 200 Stunden Archivmaterial gesichtet. Die Filme zeigen, teils in Spielszenen, teils dokumentarisch, ganz verschiedene Menschen aller Altersstufen aus verschiedenen Nationen in unterschiedlichen Phasen des Krieges, der vielen Millionen Menschen das Leben kosten sollte.

Zeugen der Katastrophe vor 100 Jahren sind etwa der französische Fassmacher Louis Barthas, der in einem der gefährlichsten Frontabschnitte des ersten industriellen Krieges kämpft. Es sind Prominente wie Künstlerin Käthe Kollwitz, die den Sohn verlor, aber auch die Schülerin Elfriede Kuhr aus Posen, die in ihrem "Kriegstagebuch eines Mädchens" davon berichtet, dass es die Lehrer plötzlich für ihre Pflicht hielten, nicht mehr "Adieu" zu sagen, "weil das französisch ist". Erst findet es das Mädchen toll, wenn nach deutschen Siegen die Schule ausfällt. Doch schon bald hört sie von schrecklichen Geschichten über die Russen und muss von ihrer Großmutter beruhigt werden: "Die Deutschen haben noch nie einen Krieg verloren."

Nach dem ersten Film ("Der Aufbruch") schließt sich am Abend um 23.10 Uhr der zweite Teil mit dem Titel "Die Front" an. Am Dienstag, 6. November, folgen "Die Heimat" (22.25 Uhr) und "Die Entscheidung" (23.10 Uhr). Im Rahmen der Themenwoche "Kriegsgeschichten" sendet 3sat bis Sonntag, 11. November noch weitere Formate, die sich mit dem Ersten Weltkrieg auseinandersetzen. Den Abschluss der insgesamt 14 Beiträge bildet das "Friedenskonzert der Wiener Philharmoniker in Versailles" (15.20 Uhr).


Quelle: teleschau – der Mediendienst