Es ist die Idee eines umfassenden Hilfspakets, das stets aufs neue Konjunktur hat. Als Ausweg aus der Griechenlandkrise, aber auch für den Nahostkonflikt oder als Mittel im Kampf gegen den Hunger in der Sahelzone: Immer wieder wird ein sogenannter "Zweiter Marshall-Plan" gefordert.

Historisches Vorbild ist die vom damaligen US-Außenminister George C. Marshall im Jahr 1947 in einer Rede an der Harvard Universität erstmalig vorgestellte Idee, die europäische Wirtschaft durch gezielte Finanzspritzen nach dem Krieg wieder aufzubauen und so zu einer Art Bollwerk für Demokratie und Frieden auf dem alten Kontinent zu machen.

Mehr als 13 Milliarden US-Dollar flossen bis 1953 in insgesamt 17 europäische Länder, etwa ein Zehntel davon nach Westdeutschland. Doch war das wirklich ein Musterbeispiel für ein effizientes Konjunkturprogramm? Dieser Frage geht die durchaus brisante ARD-Dokumentation "Geschichte im Ersten: Mythos oder Masterplan?" von Katarina Schickling nach.


Quelle: teleschau – der Mediendienst