Kann es eine gerechte Welt überhaupt geben? Es ist eine geradezu philosophische Frage, um die es diesmal am Donnerstagabend auf 3sat geht, obwohl wohl jeder schnell eine Antwort parat haben dürfte: Angesichts der vielen Unterschiede, ob nun sozialer, geografischer oder ethnischer Natur, ist es sicherlich schwierig, eine "absolute Gerechtigkeit" herzustellen. Sonst hätte der Mensch beispielsweise den Hunger mit gerechter Verteilung doch schon längst besiegen können, oder?

Schon ist man mittendrin im Kosmos der Wissenschaftsdoku "Eine faire Welt – nur Utopie?" von Alex Gabbay. Er näherte sich solchen großen Fragen mit originellen Ansätzen. Unter anderem wird eine norwegische Studie ins Feld geführt, die nachweist: Es sind schon Kinder, die von Gerechtigkeit und Gleichheit wenig halten. Ausgerechnet die "süßen" Kleinen erweisen sich bei wissenschaftlichen Experimenten zum Gerechtigkeitssinn als die größten Egoisten – knapp gefolgt übrigens von Betriebswirtschaftsstudenten ...

Wie gut, dass der Beitrag auch den Blick auf Costa Rica richtet. Es heißt, das südamerikanische Land sei ein positives Beispiel dafür, wie eine ganze Volkswirtschaft auf ein faires Miteinander ausgerichtet sein kann. Nur: Warum schafft man dort, was andernorts unmöglich erscheint?

Im Anschluss an die Wissenschaftsdokumentation diskutiert Gert Scobel ab 21.00 Uhr über ein vergleichbares Thema. Diesmal rückt passend zum Jubiläumsjahr der am 5. Mai 1818 geborene Karl Marx in das Zentrum der Gesprächsrunde. Der Gastgeber nähert sich mit seinen Gästen – dem Autoren der Marx-Biografie "Marx. Der Unvollendete" (2017), Jürgen Neffe, und dem Philosophen Michael Quante – der Person Karl Marx und ergründet die Tiefen und Untiefen seiner Philosophie.


Quelle: teleschau – der Mediendienst