Ein deutsches Paar erinnert sich für eine "37°"-Reportage im ZDF an die Terroranschläge von Paris. Vor allem aber schildern sie in dem unter die Haut gehenden Film von Sibylle Bassler ihren "Weg zurück ins Leben".

Der 13. November 2015 hat sich in die mitteleuropäische Geschichte eingebrannt. Bei den fürchterlichen Terroranschlägen von Paris unter anderem auf das Stade de France, auf Cafés und Restaurants sowie auf den Musikclub Bataclan starben 130 Menschen.

In dem Konzerthaus spielte damals die Rockband Eagles of Death Metal. Unter den Gästen waren auch Julia Schmitz und ihr Mann Thomas. Die beiden Deutschen erlebten mit, wie drei Attentäter mit Kalaschnikow-Gewehren das Feuer eröffneten. Auch Handgranaten wurden gezündet. Viele Menschen starben und wurden verletzt. Doch die beiden hatten Glück. Sie überstanden die schlimmsten Momente ihres Lebens.

Der Horror dauerte damals viele Stunden. Denn Julia und Thomas mussten mit etwa 30 anderen Schutzsuchenden sehr lange in einem engen Raum verharren. Doch irgendwann kam Rettung und schließlich Entwarnung, sie konnten das Bataclan unversehrt verlassen.

Sowohl Julia und Thomas als auch Marc Schreiner wissen, dass sie den Schrecken des Erlebten wohl niemals ganz loswerden. Der Rechtsanwalt steckte ebenso mitten im Terror. Und das gleich zweimal an nur einem Tag. Am 22. März 2016 erlebte er zunächst die Selbstmordattentate am Brüsseler Flughafen Zaventem. Wenig später war er an der Metro-Station Maalbeek in der Innenstadt, als eine weitere Bombe explodierte. Trotz seiner Todesangst damals hat Schneider in seinen Alltag zurückgefunden. Heute glaubt auch er an Wunder, wie der eigentlich sehr nüchterne Jurist im "37°"-Film sagt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst