Zusammen mit ihrer Schwester Frauke begann die 1941 geborene Anna W. früh, Volksmusik zu spielen. Die beiden spielten bayerische Klänge, zu denen sie auch tanzten. Als Hippies reisten sie in den späten 60-ern erst in die USA, später nach Mexiko.

Als Frauke auf ungeklärte Weise ums Leben kommt, stirbt mit ihr auch ein Teil von Anna, wie sie im "Lebenslinien"-Porträt von Gabriele Dinsenbacher erzählt. Sie macht keine Musik mehr und wird Fotografin und Performancekünstlerin.

Später zieht sie zu den vier Frauen um den ehemaligen Kommunarden Rainer Langhans in Schwabing. Immer wieder kehrt sie aber auch an den Walchensee zurück, wo ihren Großeltern und danach der Mutter ein Café gehörte. Heute wohnt sie in einer kleinen Wohnung neben dem Haupthaus und kümmert sich um ihre kranke Mutter und ihre eigene Tochter.


Quelle: teleschau – der Mediendienst