Carsten Maschmeyer hatte zu einem ungewöhnlichen Wettstreit aufgerufen. Er wollte die originellste Beleidigung via Twitter gegen sich und seine SAT.1-Gründer-Show "Start Up!" mit 10.000 Euro belohnen. Nun zahlt er tatsächlich.

Nein, es lief bislang nicht unbedingt erfolgreich für Carsten Maschmeyer und seine Gründer-Show "Start Up!" bei SAT.1. Nach schwachem Start (nur 1,09 Millionen Zuschauer), erheblichen Ton-Problemen in der zweiten Sendung, einem Absturz auf nur noch 650.000 Zuschauer in der dritten und reichlich Gegenwind in den Kommentarspalten, hätten sich wohl viele verkrümelt.

Nicht so Carsten Maschmeyer! Der Vollblut-Unternehmer ging bereits vor der dritten Sendung in die Offensive und setzte eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für denjenigen aus, der unter dem Hashtag #RoastCM den "den bissigsten Kommentar zur Sendung verfasst". Kein leeres Versprechen, wie sich nun zeigt.

Der kuriose Wettstreit ist entschieden. Und Maschmeyer hält nicht nur tatsächlich Wort. Er zeichnet gleich mehrere Gewinner aus, die ihn und seine Sendung ziemlich fies, aber auch kreativ beschimpft hatten. Via Twitter ließ er wissen: "Es ist vollbracht: #RoastCM hat seine Gewinner!" Dazu listete er insgesamt zehn Namen. "Der Sieger: @michaelfritz". Dieser hatte gepostet: "Sind wir mal ehrlich, ohne Kohle wäre @maschmeyer vermutlich Bademeister oder 80er Jahre David-Hasselhoff-Party-Double aus Castrop-Rauxel. Vermutlich beides. #MeanTweets #RoastCM #StartUpSat1"

Mit seiner ungewöhnlichen, PR-trächtigen Twitter-Aktion hat Maschmeyer in einem Hagel der Kritik gegen ihn Humor bewiesen. Sympathisch war das Ganze auch deshalb, weil der Milliardär über all die Beleidigungen gegen ihn am lautesten lachen konnte. Als die Aktion am Mittwochabend auf ihren Höhepunkt zusteuerte, witzelte Maschmeyer bereits: "Das habe ich jetzt von meinem #MeanTweets-Aufruf! Mein Bauch tut mir weh vor Lachen."

Auf Nachfrage war am Freitag zu erfahren, dass Carsten Maschmeyer die Preisgelder noch am heutigen Freitag überweisen werde. "Natürlich hält Herr Maschmeyer sein Versprechen", erklärte ein Sprecher.


Quelle: teleschau – der Mediendienst