Eine Forschungsgruppe reist nach Patagonien, ans "Ende vom Ende der Welt", um die Isla Madre de Dios zu erkunden. Eine ARTE-Doku zeigt ihre Arbeit.

Eine Reise ans Ende der Welt, nach Patagonien im Süden Chiles – zur Insel Madre de Dios ("Mutter-Gottes-Insel"). Obwohl der Film von Gilles Santantonio (ARTE F, 2019) die bereits sechste Expedition auf die wind- und regenumtoste Insel begleitet, gibt es noch jede Menge für das Team aus internationalen Geologen, Ethnologen, Botanikern und Zoologen zu entdecken. Die 40 mal 25 Kilometer große Insel ist immer noch Neuland für Forscher. Eisgletschern gleichende Marmorgletscher, uralte Gesteinsformationen, die aus Korallenriffen entstanden, sowie Urwälder und riesige Höhlen, in denen die Ureinwohner vor 3.000 Jahren ihre Spuren hinterließen, werden bei der zweimonatigen Expedition ebenso wie eine in sich geschlossene Tierwelt erschlossen.

Nicht zuletzt trägt aber auch die Beobachtung "echter" Gletscher zur Erforschung des Klimawandels bei. 70 Stürme und 300 Regentage pro Jahr sorgen im Übrigen dafür, dass die Insel vor unwillkommenen Eindringlingen geschützt bleibt. Spektakulärere Naturaufnahmen wird man im Fernsehen kaum präsentiert bekommen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst