Rund 15,7 Milllionen Euro hat das Nachrichtenhaus für "ARD-aktuell" gekostet, das nun feierlich in Hamburg eröffnet wurde. Die Redaktionen werden voraussichtlich im November dort ihre Arbeiten aufnehmen – in einem neuen Newsroom.

Traditionell ist die Zuständigkeit für die Nachrichten-Klassiker "Tagesschau" und "Tagesthemen" bei der ARD-Anstalt NDR mit Hauptsitz in Hamburg angesiedelt. Dort eröffnete der amtierende ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm gemeinsam mit dem NDR-Intendanten Lutz Marmor und Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, am Donnerstag das neue Nachrichtengebäude für die Redaktion "ARD-aktuell". Die Redaktionen werden dort ab November neu arbeiten können.

Mit dem Bauprojekt, das dem bisherigen Studio-Gebäude für die Redaktionen von "Tagesschau", "Tagesthemen" und "tagesschau 24" einen hochmodernen neuen Anbau hinzufügt, wurde im Juni 2017 begonnen. Für die Kosten von rund 15,7 Millionen Euro wurde in dem Zusatzgebäude nun unter anderem ein zentraler Newsroom eingerichtet. Er soll es ermöglichen, die Arbeitsweisen von "ARD-aktuell" auf den neuesten Stand der Technik und der Prozesse zu hieven und den Klassiker "Tagesschau" noch stärker multimedial auszurichten. Außerdem werden im bisherigen Nachrichtengebäude Räume frei, die ab 2021 vor allem für crossmediale Berichte und Reportagen aus Norddeutschland genutzt werden sollen.

"Mit dem Neubau für 'ARD-aktuell' investiert die ARD in Nachrichten", freute sich NDR-Intendant Lutz Marmor bei der Eröffnung des neuen Trakts. "Mit diesem Gebäude ist die 'Tagesschau' für die kommenden Herausforderungen im Fernsehen und online bestens gewappnet. Es bietet den Kolleginnen und Kollegen zukunftsfähige Arbeitsplätze in einem multimedialen Newsroom."

Ulrich Wilhelm, ARD-Vorsitzender und gleichzeitig BR-Intendant, strich in Hamburg die Bedeutung der Nachrichten für die ARD-Gemeinschaft und das öffentlich-rechtliche Fernsehen heraus. "Unabhängige und verlässliche Nachrichten und Informationen sind das Markenzeichen der ARD. Die 'Tagesschau' ist mit durchschnittlich zehn Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern täglich die wichtigste Nachrichtensendung in Deutschland, auch im Netz steigen die Zugriffszahlen stark an", sagte Wilhelm bei der Feierstunde. "So wie sich die Medienwelt und das Nutzerverhalten ändern, müssen wir auch unser journalistisches Arbeiten neu ausrichten. Dieser Neubau führt alle redaktionellen Einheiten unter einem Dach zusammen und macht uns im digitalen Wandel noch schlagkräftiger."


Quelle: teleschau – der Mediendienst