Vor wenigen Tagen verkündete Bastian Schweinsteiger sein Karriereende. "Dem Fußball werde ich treu bleiben", schrieb der Weltmeister von 2014 in seinem Statement. Und siehe da: Schweinsteiger hat bereits den nächsten Job im Fußball-Business an Land gezogen. Er wird Experte in der ARD.

Schweinsteiger wird ab 2020 bis einschließlich der WM 2022 die Live-Übertragungen im Ersten begleiten. Erster großer Höhepunkt seiner Tätigkeit wird die EM 2020 sein. "Die Aufgabe als Experte reizt mich deshalb, weil sie die Möglichkeit bietet, die Spiele aus meinem eigenen Blickwinkel zu betrachten, Spielweisen und -aufstellungen zu hinterfragen und zu analysieren", wird Schweinsteiger in einer Pressemitteilung zitiert. "Außerdem werde ich sicherlich verschiedene Hintergründe aufzeigen, um unseren Zuschauerinnen und Zuschauern die Welt hinter dem Spiel ein bisschen besser zu vermitteln", so Schweinsteiger.

Für die ARD ist die Verpflichtung des langjährigen Bayern-Profis ein echter Coup, gilt Schweinsteiger doch bis heute als einer der Sympathieträger des deutschen Fußballs. "Bastian Schweinsteiger ist für viele der Held der Fußball-WM 2014, der sich im Finale gegen Argentinien trotz Blessuren durchgekämpft und maßgeblich den Sieg und damit den Weltmeistertitel mit errungen hat. Dennoch ist er ein bodenständiger, glaubwürdiger und einnehmender Charakter, der zum einen Fußball-Spiele sehr gut lesen und analysieren kann, dem zum anderen aber auch oft der Schalk im Nacken sitzt. Gespräche mit ihm sind immer unterhaltsam, gleichzeitig kann man von ihm viel lernen. Er wird deshalb eine tolle Bereicherung für unsere Übertragungen im Ersten sein", sagt ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky.

Mit dem FC Bayern München war Bastian Schweinsteiger insgesamt 15 Mal Deutscher Meister und Pokalsieger. 2013 gewann er mit dem FC Bayern zusätzlich zur Meisterschaft und zum DFB-Pokal die UEFA Champions League und damit das erste Triple der Vereinsgeschichte. 2015 verließ Schweinsteiger München, nachdem er 500 Pflichtspiele im Trikot des Rekordmeisters absolviert hatte. Zuletzt spielte er in den USA bei Chicago Fire, zuvor stand er bei Manchester United in England unter Vertrag.


Quelle: areh