Zur sogenannten 68er-Generation gehört nicht nur der Drang, die herrschenden Verhältnisse, sondern auch sich selbst als prägender Jahrgang der Nachkriegsjahre immer wieder infrage zu stellen. Das umso mehr im Jahr 2018, weil sich nun die Zeiten von langen Haaren, Studentenprotesten, Rebellen in Kommunen, aber auch von wilden Musikstilen auf den Bühnen zum Jubiläum runden.

Die neue ARD-Dokumentation "Geschichte im Ersten: Deutschland '68", erstellt von Radio Bremen und dem NDR, möchte zurückblicken und auch ein wenig Nüchternheit einkehren lassen. Tatsächlich war nämlich nicht das ganze Land, schon gar nicht der damalige Ostteil in der DDR, von jugendlichen Revolten geprägt.

Konservative Lebensformen mit biederen Hausfrauen, Männern beim Frühschoppen und dem Kinderstar Heintje, der in den Hitparaden an den Beatles und den Rolling Stones vorbeizog, waren für viele Deutsche die gelebte Realität. Und die revoltierenden Studenten trafen oftmals auf eine überhart durchgreifende Polizei. Zu den Zeitzeugen, die sich im Film an jene Jahre erinnern, gehört auch Hein Simons. Als "Heintje" gelang ihm 1968 der Durchbruch mit seinem "Mama"-Lied.


Quelle: teleschau – der Mediendienst