Adele Neuhauser an ungewohnter Stelle. Diesmal nicht als Wiener "Tatort"-Kommissarin im Ersten, sondern als zugezogene Münchner Grantlerin und "Herzkino"-Protagonistin bei der Konkurrenz im ZDF. Ihre Rolle: Gitti Kronlechner.

Die Fachbuchlektorin will nichts mehr von ihrem im zweiten Frühling befindlichen Ex-Mann Robert (Walter Sittler) wissen, dessen Verlagsangestellte sie ist. Deshalb weigert sie sich auch, der von Vater und Sohn angepeilten Doppelhochzeit beizuwohnen. Keine Freundinnen, keine Familie mehr – stattdessen Asthma, ohne Zweifel psychosomatisch ausgelöst. In dieser Situation – die Sterne stehen gut – beschließt Gitti, an einem Survival-Camp mit Würmern und Asseln teilzunehmen. Das nicht ungefährliche Abenteuer mit Gregor (Michael Roll), Jochen (Stephan Zinner), Saskia (Michelle Monballijn) und Nick (Felix Hellmann) macht Gitti locker für ein neues Leben.

Bibi-Fellner-Anhänger wird die Sehnsucht nach dem Wiener "Tatort" ergreifen, aber man gönnt Adele Neuhauser die emanzipatorische Parforce-Tour im Isar-Dschungelcamp. "Gitti ist eine verwundete Kämpferin, und genau da sehe ich auch unsere Gemeinsamkeiten", sagt Adele Neuhauser über ihre Extremrolle. "Ihr Leben hat sie in eine Sackgasse geführt, und jetzt muss sie sich neu erfinden. Auch ich bin an einem Punkt in meinem Leben angekommen, an dem ich spüre, dass ich mir noch mal ganz grundsätzliche Fragen stellen muss."

Und auf die Frage, ob sie auch im richtigen Leben gerne Verantwortung übernehme wie Gitti, lässt die Schmäh-affine Neuhauser wissen: "Ich übernehme sehr gerne Verantwortung. Manchmal fühle ich mich auch als Mutter des Ensembles, hoffentlich nicht zum Leidwesen meiner Kollegen."


Quelle: teleschau – der Mediendienst