In zehn Folgen versucht sich RTL an einer halb gespielt, halb dokumentarisch aufgezogenen Krimireihe, die sich angeblich von realen Fällen aus dem Frankfurter Milieu inspirieren ließ.

Die Darstellung von Verbrechen im deutschen Fernsehen ist vor allem dann besonders beliebt, wenn die Inszenierung gruselig und "echt" wirkt. Als Gegentrend zu den vielen Schmunzelkrimis, die vor allem das Vorabend-Programm der Öffentlich-Rechtlichen dominieren, wirbt die neue zehnteilige RTL-Serie "Tatverdacht – Team Frankfurt" damit, dass die nervenaufreibende Arbeit der dort dargestellten Kriminalpolizei besonders authentisch wirken soll und tatsächlich auf "realen" Fällen basiert. Unterstützt wird diese Suggestion durch eine Kameraführung, wie man sie aus Dokumentar-Stücken kennt, sowie zumindest teilweise improvisierte Dialoge.

Im Zentrum der Ermittlungen, die im ersten Fall mit der Entführung eines zweijährigen Mädchens beginnen, stehen die Kriminalhauptkommissarin Elke Welp (Nina Kronjäger, bekannt aus der ZDF-Reihe "Kommissarin Heller") sowie die Kommissare Alexander Mirkovic (Aleksandar Radenkovic) und Sonja Lemke (Natalja Joselewitsch).

Besonderer Clou der Reihe, an den sich die Krimiseher vermutlich erst gewöhnen müssen: Das fiktionale Geschehen beinhaltet dabei auch eine Art distanzierten "Außenblick". Alle Folgen haben einen Kommentator, der zumindest von der Stimme her ebenfalls vertraut wirken dürfte: Michael Brennicke arbeitet sonst auch als Sprecher der Fälle in der tatsächlich "realen" ZDF-Reihe "Aktenzeichen XY ... ungelöst".


Quelle: teleschau – der Mediendienst