Es gab Zeiten, da war die ProSiebenSat.1-Gruppe in Sachen neuer Show-Formate so etwas wie der Ideen-Motor in der deutschen Fernsehbranche. Fast im Monatstakt entwickelte vor allem der langjährige ProSieben-Vorzeige-Zampano Stefan Raab, meist aus seiner 2015 nach seinem Abschied aus dem aktiven Show-Geschäft eingestellten "TV total"-Reihe heraus, Unterhaltungsformate wie die "Wok-WM", das Turmspringen, den "Bundesvision Song Contest", eine Quiz-Boxen-Reihe und nicht zuletzt sogar einen jungen Polit-Talk. Mittlerweile sieht die Senderfamilie gelegentlich etwas alt aus – und "leiht" sich Format-Ideen auch schon mal von der Konkurrenz. Nach dem "Ding des Jahres" auf ProSieben wirkt auch die neue SAT.1-Showreihe "Start up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?" vom VOX-Klassiker "Die Höhle der Löwen" inspiriert. Doch das Format hat eine ganz eigene, etwas nachhaltiger erscheinende Charakteristik – und es geht dabei um einen gewaltigen Hauptpreis.

Was SAT.1 anders macht: Die neue Unternehmersendung, die pfiffige Geschäftsideen identifizieren und fördern möchte, ist ganz auf den Selfmade-Millionär Carsten Maschmeyer (58) zugeschnitten. Der Finanz-Experte, heute Geschäftsführer der nach ihm benannten Maschmeyer Group, gilt als einer der reichsten Menschen Deutschlands. Ins Rampenlicht trat der zuvor lange eher öffentlichkeitsscheue Netzwerker, dem beste Verbindungen in die Politikwelt nachgesagt werden, erst durch die Verbindung mit der Star-Schauspielerin Veronica Ferres. Seit 2009 sind die beiden offiziell liiert, im September 2014 heirateten sie. Pikant am SAT.1-Engagement von Carsten Maschmeyer: Er war selbst bereits Teil des "Löwen"-Teams beim vermeintlichen VOX-Vorbild zur neuen "Start up!"-Sendung. In der dritten Staffel stieß er bei "Die Höhle der Löwen" dazu – und sorgte für einen spürbaren Quotenanstieg. Im Licht der Scheinwerfer fühlt sich der TV-Investor seitdem sichtlich wohl.

"Gründungs-Reise" und unternehmerisches Coaching

Nun steht er sogar komplett im Zentrum des Geschehens: Zunächst bricht Carsten Maschmeyer mit den 14 aussichtsreichsten Kandidaten aus mehr als 2000 Bewerbern zu einer achtwöchigen "Gründungs-Reise" auf. Da die Kandidaten noch kein fertiges Produkt, keinen Businessplan und teilweise noch nicht einmal einen Prototyp ihrer Idee haben, wird ihnen unterwegs das nötige Rüstzeug dazu gegeben. Jede Woche bewertet Maschmeyer mit seiner Expertenjury aus Lea Lange und Klaus Schieble die persönliche Entwicklung der Gründer und ihrer jeweiligen Produktidee. Gleichzeitig erhalten die Kandidaten von Maschmeyer und seinem Team unternehmerisches Coaching. Um ihre Idee und ihr Produkt weiter zu verbessern, stehen ihnen zudem Werbe- und Industrieexperten, Patentanwälte und Wirtschaftsprüfer zur Seite.

Weil in einer Businesswelt die Konkurrenz niemals schlafen soll, wie es heißt, scheiden nach und nach diejenigen aus, die mit den Allerbesten nicht mehr mithalten können. Bei einem Showdown im US-amerikanischen Silicon Valley entscheidet Maschmeyer schließlich über den Sieger der ersten Staffel von "Start up!" durchhalten zahlt sich aus: Der Gewinner gründet ein eigenes Unternehmen – zusammen mit Carsten Maschmeyer. Dafür erhält er von ihm ein Cash-Investment in Höhe von einer Million Euro als Startkapital.


Quelle: teleschau – der Mediendienst