Gern verweisen die Vertreter des Wirtschaftsliberalismus auf den freien Welthandel als angebliche Voraussetzung einer Gesellschaft voller Wohlstand. Gerade angesichts des neu propagierten Protektionismus, insbesondere in Trumps USA, gerieren sich Freihandel und Globalisierung als Retter einer warenreichen Welt für alle. Doch auch der freie Weltmarkt funktioniert vor allem mit Tricks, Drohungen und Täuschungen, wie "Die Story im Ersten: Spiel ohne Grenzen" minutiös aufdeckt. Untertitelt mit "Die Lüge vom freien Handel", zeigt die Dokumentation, dass meist andere als die normalen Bürger davon profitieren. Konsequenterweise fragt der Film, ob Freihandel daher immer die beste Lösung ist.

Mit Tricks und unfairen Mitteln agieren auf dem Weltmarkt nicht nur Weltmächte wie China oder der US-Präsident Donald Trump, der Strafzölle einführt, "America First" als Parole ausgibt und sich in protektionistischer Wirtschaft übt. "Die Story im Ersten" zeigt, wie auch die Europäische Union im Verborgenen zu fragwürdigen Mitteln greift, wenn es um den Weltmarkt geht.

Die Folge: Oftmals sind nicht die Bürger die Nutznießer der Globalisierung, sondern Unternehmen und Regierungen. Auf wessen Kosten mit dem Schlagwort vom "freien Handel" gespielt wird, legt die ARD-Dokumentation offen – erklärt anhand simpler Beispiele von Fahrrädern über Zwiebeln bis Fliesen; von den USA und Kamerun bis nach Deutschland und in die Schweiz.

Aus der Erkenntnis, dass freier Handel bisweilen alles andere als fair ist, und dass er immer Verlierer produziert, stellt "Spiel ohne Grenzen: Die Lüge vom freien Handel" die Frage, ob es nicht doch bessere Alternativen zum völlig liberalisierte Welthandel gibt. Ein Film von Tilman Achtnich, dessen Dokumentationen bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet wurden.


Quelle: teleschau – der Mediendienst