Anfangs belächelt, oft sogar verspottet, sehr häufig innerlich zerstritten – und heute weit oben in den Beliebtheitsrankings der deutschen Wähler: Die sehenswerte neue ARD-Dokumentation "Die Story im Ersten: Die Grünen und die Macht" zeichnet den Aufstieg der Grünen nach, die sich am 13. Januar 1980 in Karlsruhe erstmalig mit einem gemeinsamen Ziel zusammengefunden haben. Es ging ihnen seit jeher um Aufbruch, Hoffnungsstimmung und in Teilen auch um das Durchsetzen gesellschaftlich-ökologischer Utopien sowie natürlich um das Verwirklichen einer besseren Gesellschaft.

Vier Jahrzente danach genießt vor allem das aktuelle Führungsduo Annalena Baerbock und Robert Habeck größte Popularität. Letzterem wird sogar immer öfter öffentlich zugetraut, Bundeskanzler werden zu können. Doch wie der Filmbeitrag von Annette Zinkant zeigt, hadern auch viele Grünen-Anhänger mit der neuen Popularität, hadern noch immer mit der Machtfrage und mit der Notwendigkeit, Kompromisse einzugehen.

So beleuchten Schlaglichter viele Krisen der Partei – etwa bei der umstrittenen Zustimmung von Joschka Fischer zum Kosovo-Einsatz der Bundeswehr im Jahr 1999 -, wie schwer der lange alternativen, längst etablierten Gruppierung der Umgang auch mit den unbequemen Seiten der Realpolitik fällt.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH