Der südkoreanische Film "Parasite" gilt als einer der besten des Jahres 2019. Nun hat sich HBO die Rechte für den Stoff gesichert und plant eine Mini-Serie.

Für viele Kritiker ist "Parasite" der beste Film des vergangenen Jahres und der heißeste Anwärter auf einen Oscar. Nun soll das Drama des Südkoreaners Bong Joon-ho zur Fernsehserie werden. Wie unter anderem der "Hollywood Reporter" berichtet, plant der Bezahlsender HBO eine Mini-Serie, für die Regisseur Bong mit Filmemacher Adam McKay zusammenarbeiten soll. McKay ("Vice – Der zweite Mann") gewann kürzlich für die Serie "Succession" einen Golden Globe. HBO habe sich mit Netflix eine Bieterschlacht um die Filmrechte geliefert und schließlich gewonnen. Noch seien allerdings keine Verträge unterzeichnet.

"Parasite" spielt in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Mit viel schwarzem Humor erzählt der Film von einer Familie aus der Unterschicht, die nach und nach ins Leben einer reichen Oberschichtfamilie eindringt, bis es zu einem blutigen Finale kommt. Der gesellschaftskritische Film gewann den Golden Globe als bester fremdsprachiger Film; bei den Oscars werden ihm nun gar Chancen auf eine Auszeichnung als bester Film eingeräumt – obwohl "Parasite" auf Koreanisch gedreht wurde. Weltweit konnte der Film bereits 130 Millionen US-Dollar einspielen.

"Ich habe den Film für Zuschauer in Südkorea gemacht, die diese Orte kennen und sich selbst vielleicht auch schon mal in einer finanziell prekären Lage befanden", erklärte Regisseur Bong Joon-ho, der mit Filmen wie "Snowpiercer" international bekannt wurde, vor einigen Monaten im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Die Serienadaption soll sich nun ausdrücklich an ein internationales Publikum richten.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH