Romanverfilmung bei 3sat

"Die Pfeiler der Macht": opulenter Zweiteiler

von Jan Treber

Der aufwendige Zweiteiler "Die Pfeiler der Macht" nach dem Roman von Ken Follett beeindruckt mit einigen unverbrauchten Darstellern und opulenter Ausstattung.

3sat
Die Pfeiler der Macht
Drama • 23.12.2020 • 20:15 Uhr

Rosamunde Pilcher und Katie Fforde lassen grüßen: Genau wie bei den ZDF-Reihen spielen auch bei der Ken-Follett-Verfilmung "Die Pfeiler der Macht" (2016) Liebe und Leidenschaft eine große Rolle – aber auch Intrigen, soziale Missstände und die gesellschaftlichen Konventionen der viktorianischen Gesellschaft im Vereinigten Königreich des 19. Jahrhunderts. 3sat wiederholt den Zweiteiler am Vorweihnachtstag an einem Stück.

Erzählt wird die Geschichte der Bankiersfamilie Pilaster. Der junge Hugh (Dominic Thorburn) wächst nach dem Selbstmord seines Vaters bei seinem Onkel Joseph (Thorsten Merten) und dessen machthungriger Ehefrau Augusta (Jeanette Hain) auf. Er verdingt sich als kleiner Buchhalter bei der Pilaster-Bank, erweist sich aber schnell als wesentlich talentierter als sein Cousin Edward (Daniel Sträßer), für den bereits ein Stuhl in der Chefetage reserviert ist.

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Eine besondere Rolle spielt Edwards durchtriebener Schulfreund Mickey (Luca Marinelli), dem nach und nach mehrere Familienmitglieder verfallen. Hughs Schicksal erfährt schließlich eine dramatische Wendung, als er sich in die mittellose Maisie (Laura de Boer) verliebt, für die Beziehung jedoch keine Chance sieht. Mit gebrochenem Herzen wandert der junge Mann nach Amerika aus.

Der aufwendig inszenierte Zweiteiler von Regisseur Christian Schwochow wartet mit großartigen Schauwerten auf: Herrschaftliche Villen, prachtvolle Kleider und opulente Bankette werden die Herzen von Kostümfilmfans höher schlagen lassen. Den vielschichtigen Figuren aus der Drehbuchfassung von Annette Simon haucht eine internationale Riege an talentierten Jungschauspielerin Leben ein. Ihnen zur Seite stehen etablierte deutsche Stars wie Axel Milberg, Yvonne Catterfeld, Stephanie Stumph und Rolf Hoppe.

Die in sanfte Sepia-Töne getauchten Bilder entführen den Zuschauer in eine vergangene Welt, deren Probleme erschreckend aktuell sind: Wirtschafts- und Bankenkrisen sowie die Schere zwischen Arm und Reich gehören zu den Themen, die am Beispiel der Familie Pilaster behandelt werden. So bleibt "Die Pfeiler der Macht" trotz gelegentlicher Längen in der epischen Story über 180 Minuten unterhaltsam.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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