Seit fast drei Jahrzehnten sind "Die Simpsons" im Fernsehen zu sehen. ProSieben zeigt 13 neue Folgen. Doch ein Ende der gelben Kult-Familie ist in Sicht. Denn die Quoten sind rückläufig.

Beim US-Sender Fox gehen die legendären "Simpsons" im Herbst in ihre 30. Staffel. Damit ist die gelbe Familie seit ihrer Erstausstrahlung im Dezember 1989 unglaubliche 29 Jahre im Fernsehen zu sehen. Ein Meilenstein! Der erst vor wenigen Wochen untermauert wurde. Am 29. April wurde im US-TV die insgesamt 636. Episode ausgestrahlt. Damit gelten "Die Simpsons" als die längste zur Primetime ausgestrahlte Serie in der US-TV-Geschichte. Diesen Rekord hatte zuvor die Western-Serie "Rauchende Colts ("Gunsmoke") für sich. Sie war von 1955 bis 1975 zu sehen und brachte es auf insgesamt 20 Staffeln und 635 Folgen. Doch längst ist bei den "Simpsons" nicht mehr alles eitel Sonnenschein. Sogar ein Abdanken des Rekordhalters erscheint möglich.

Schließlich gelten auch für eine Serien-Legende die nackten Zahlen. Und diese haben die "Simpsons" schon länger nicht mehr geliefert. Seit Jahren sind die Quoten bei Fox rückläufig. Von 2010 (Staffel 22) bis 2017 (Staffel 29) fielen sie kontinuierlich von 7,3 Millionen auf nur noch 4,1 Millionen Zuschauer in den Staaten. Die letzte "Simpsons"-Runde war die schwächste aller Zeiten.

Langzeitproduzent Al Jean deutete bereits früher ein mögliches Ende an. Grund: neue Verhandlungen um eine weitere Verlängerung mit Ablauf der 30. Staffel. Diese könnten sich aufgrund des gefallenen Zuspruchs schwieriger gestalten und sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Allerdings ist offenbar ein zweiter Kinofilm geplant.

Zum Start der 29. Staffel, die nun bei ProSieben zu sehen ist, sind die "Simpsons" von einem möglichen Ende freilich noch unberührt. In der Folge "Die Sklavson" treten Homer und Co. erst einmal eine Zeitreise an. Sie finden sich wieder im Mittelalter als Leibeigene der adligen Oberschicht.


Quelle: teleschau – der Mediendienst