"Lecker an Bord" legt wieder ab. Björn Freitag und Frank Buchholz schippern auf der Weser und präsentieren regionale Köstlichkeiten.

Sie haben in diesem Sommer wohl einen der schönsten Arbeitsplätze: "Lecker an Bord" führt die beiden Freunde und Top-Köche Björn Freitag und Frank Buchholz diesmal auf die Weser. Von Beverungen über Höxter, Hameln und Vlotho geht es stromabwärts bis nach Petershagen und Lübbecke. Mit an Bord ist natürlich auch Skipper Heinz-Dieter Fröse, der sein selbstgebautes Hausboot „unaone“ samt Bordmannschaft sicher in die Häfen steuert.

Ohne Schnickschnack

Auf ihren Landgängen entdecken die beiden Starköche aus Dortmund und Dorsten Köstlichkeiten der regionalen Küche. "Es ist keine Kochsendung, sondern eine kulinarische Entdeckungsreise", erklärt Frank Buchholz bei einer Drehpause auf dem Sonnendeck des Schiffes. Björn Freitag ergänzt: "Die Suche nach Lebensmitteln, die hier vor Ort mit viel Liebe und Sorgfalt erzeugt werden, ist für uns ein großes Vergnügen, ein Stück Heimatkunde im besten Sinne."

Im Dreiländereck von NRW, Hessen und Niedersachsen sammeln beide entlang der Weser alles ein, was auf Biohöfen, in Käse-reien oder privaten Nutzgärten selbstge-macht, gepflanzt oder gezüchtet ist. "Wir lernen Menschen kennen, die hinter ihren Produkten stehen und zudem auf Nachhaltigkeit achten", sagen beide unisono. Aus der "Beute" ihrer Landgänge bereiten Freitag und Buchholz an Bord dann höchst kreative Gerichte zu, die die Vielfalt und den Geschmack der Weser-Region auf den Teller bringen – eine leckere Sommerküche ohne Schnickschnack und Schnörkel.

Lauter Raritäten

Die Reise beginnt in Beverungen. Auf dem Biohof von Hubertus Hartmann erwirbt Björn ein Schweinefilet, das er auf dem Grill mit einer raffinierten Marinade veredelt. Frank wird derweil bei den Jakobsberger Milchhandwerkern bei Frank Böhner und Anja Wolff fündig. Auf dem Jakobsberg nutzt man die Milch einer französischen Schafsrasse für die Produktion von Käse, Joghurt, Mozzarella und sogar Eis. Dazu passt eine weitere Rarität: Denn Frank radelt von der Weser den Berg hinauf nach Oberweser zu Ludwig Watschong, einem Liebhaber alter Gemüsesorten und Kräuter. Auf dessen Betrieb gräbt er eine riesige Knolle Knoblauch aus, den so genannten Elefantenknoblauch. Dieser wird wenige Stunden später das "Bord-Sandwich à la Frank" veredeln.

In der "Kombüse" verstehen sich die beiden Köche nahezu blind: "Ich schätze seinen Humor und seine Authentizität", sagt Björn Freitag über Frank Buchholz. "Bei Björn mag ich seine Jugend", schmunzelt Buchholz und ergänzt: "Vor allem ist er ein sehr loyaler Mensch." Bei ihren Leibgerichten sind beide ganz weit weg vom Alltag in der Sterneküche, leugnen das Ruhrgebiet als Herkunft nicht: Currywurst und Rouladen!

Was beim Publikum den Erfolg von "Lecker an Bord" ausmacht? "Wir nehmen die Zuschauer auf eine Genussreise mit, bei der sie den Stress vergessen und entspannen können. Das Leben auf dem Hausboot weckt Träume und ermöglicht vom Wasser aus eine ganz neue Perspektive auf das Land wie das Leben", sagt Freitag. "Unsere Zutaten sind Humor, Emotionen, Produktkunde – und immer auch ein Stückchen Abenteuer", so Frank Buchholz. Also, nichts wie raus aus dem Alltagstrott und entschleunigen, entdecken, genießen!