Niko Kovac hat die Seiten gewechselt, Adi Hütter ist der neue Frankfurt-Trainer und in der Bundesliga noch ein unbeschriebenes Blatt. Nach der Sommerpause wird im Supercup der erste offizielle Titel vergeben und der Fokus liegt auf den Coaches. Setzt sich Favorit FC Bayern durch oder schafft Eintracht Frankfurt erneut eine Überraschung?

Das deutsche Pokalfinale der Saison 2017/18 brachte einen unerwarteten Sieger hervor: Außenseiter Eintracht Frankfurt bezwang am 19. Mai mit einer couragierten Leistung den deutschen Fußball-Dominator, den FC Bayern München. Nun kommt es zur Revanche des packenden Berliner Finales in Frankfurt. Beim "Supercup 2018: Eintracht Frankfurt – Bayern München", dem Spiel des amtierenden Pokalsiegers gegen den Deutschen Meister, gibt es nicht nur einen offiziellen Titel zu gewinnen. Beide Teams erhalten zudem Gelegenheit, kurz vor Beginn der neuen Saison ihre Wettbewerbsfähigkeit zu testen. Auf beiden Seiten stehen zudem neue Trainer vor ihren Debüts.

Natürlich ist es pikant, dass der – wäre nicht der Pokalsieg gewesen – wohl im Unfrieden aus Frankfurt geschiedene Niko Kovac ausgerechnet im ersten Pflichtspiel der Saison zu seinem alten Arbeitgeber zurückkehrt. Doch auch so darf man gespannt sein, was der kroatische Disziplinfanatiker – dessen Hauptaugenmerk bei der Eintracht auf kompakter Defensive und schnellem Umschaltspiel lag – beim auf Ballbesitz-Fußball abonnierten Bayern-Kader spielen lassen wird.

Auch bei der Eintracht sitzt ein Neuer auf der Bank. Dem Österreicher Adi Hütter gelang in der vergangenen Saison ein kleines Fußballwunder. Als Trainer der Young Boys Bern düpierte er das "schweizerische Bayern München", Serienmeister FC Basel, und entführte die Meisterschaft sensationell nach Bern. In Frankfurt hat es Hütter mit einer völlig neu formierten Mannschaft zu tun. Viele Pokalhelden verließen den Verein, um zu besser zahlenden Arbeitgebern weiterzuziehen. Kann bei der Neuauflage des Duells David gegen Goliath tatsächlich der Außenseiter ein weiteres Mal den Pokal in den Abendhimmel recken?

Reporterin des Spiels ist Claudia Neumann, die Moderation übernimmt Katrin Müller-Hohenstein. Das "heute-journal" sendet zur Halbzeitpause, gegen 21.15 Uhr.

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Quelle: teleschau – der Mediendienst