RTL Nitro lässt den Bölkstoff in Strömen fließen. Der Sender zeigt vier "Werner"-Filme kurz aufeinander folgend. Doch das ist erst der Anfang.

"Ich schau' ma' in die Flasche, wie spät das is'. Joh – Prost!" Plopp. Gluck, gluck, gluck. "Bööaap!" – Ist das Kult(ur)? Eine mutige Antwort: Jou, es is'. "Werner – Beinhart" war mal die Kultur einer inzwischen auch schon in die Jahre gekommenen Generation. Sie lachte über eine nordländische Zeichentrickfigur mit eng zusammenstehenden Augen. Diese soff vor allem viel Bölkstoff und war bereits etwas südlicher von Schleswig kaum mehr zu verstehen. Dennoch strömten in die insgesamt fünf "Werner"-Filme Millionen von Kinobesuchern. Allein die erste Comicverfilmung, "Werner – Beinhart", wollten 4,9 Millionen Menschen sehen. RTL Nitro zeigt die erfolgreichste deutsche Kino-Produktion des Jahres 1990 nun erneut. Doch sie ist nur der Beginn von noch mehr Werner, viel mehr Werner – mit drei weiteren Verfilmungen, Dokus und der Neuauflage eines legendären Rennens.

"Werner – Beinhart" erzählt zunächst die Geschichte des Comiczeichners "Brösel", die irgendwo wahr ist, und irgendwo wieder nicht. Er erhält die Chance seines Lebens und soll die Abenteuer seiner Comicfigur Werner verfilmen. Doch ein skrupelloser Filmproduzent saugt ihn aus wie ein Vampir, was auf die Psyche des Meisters schlägt.

Animation und (zugegeben etwas viel) Realfilm wechseln sich ab, "Bölkstoff" fließt in Strömen, und mit der Zeit wachsen sie dem Zuschauer ans Herz: der liebenswürdige Eckat ("Komm' Werner, heut' wird nich' me geahbeitet, wir geh'n rüber zu die Maurers, die ge'm ein aus"), Meister Röhrich ("Tut das Not, dass das hier so rumoxidiert?"), Herr Biernot, Frau Hansen, Herbert ... was wär' die Zeichentrickwelt ohne sie gewesen?

Bei RTL Nitro bleiben weitere ihrer Auftritte nicht aus. Ebenfalls am Dienstag, 14. August, folgt mit "Das muss kesseln" ab 22 Uhr der zweite "Werner"-Film. Die Festspiele mit der saufenden Knollennase gehen weiter mit "Volles Rooäää!!!" (Dienstag, 21. August, 20.15 Uhr) und "Gekotzt wird später" (Dienstag, 28. August, 20.15 Uhr).

Diesen doch schon sehr langen Anlauf nutzt der Sender schließlich für eine Eigenproduktion ebenfalls am Dienstag, 28. August. Die Dokumentation "Werner – Das Phänomen" zeichnet ab 21.50 Uhr den mitunter skurrilen Lebenslauf von Comiczeichner Rötger Feldmann nach. Besser bekannt als Brösel erzählt der Werner-Vater, wie er sein Alter Ego schuf.

Das übrigens nicht nur sehr viel Bölkstoff soff. Vor allem war und ist Werner ein Motorrad-Freak. Sein Gefährt: eine viermotorige Horex. Auch Rennen ist Werner und damit Brösel und damit Werner mit der Maschine schon gefahren. In echt, im Comic, in echt! Und tatsächlich kommt es von Donnerstag, 30. August, bis Sonntag, 2. September, zu einem dritten Rennen zwischen Brösel und seinem ewigen Gegner, dem Gastwirt Holger "Holgi" Henze.

Vor 30 Jahren gab es dieses echte Duell das erste Mal. Auf dem Flugplatz Hartenholm verlor Brösels "Red-Porsche-Killer" gegen eben jenen roten 911er. Angeblich, weil sich sein Fahrer verschaltete. Auch die Revanche im September 2004 auf dem Lausitzring verlor der Comiczeichner. Ob er diesmal die totale Schmach verhindern kann, ist ebenfalls über RTL Nitro zu sehen. Unter facebook.nitro.free.tv sind am Sonntag, 2. September, Live-Reportagen vom "Werner-Rennen" zu sehen.

Prominenter Gast ist am Renntag unter anderem Detlef Steves. Der Semi-Promi-Choleriker wird um 14.55 Uhr selbst hinter dem Lenkrad sitzen. Er wird gegen einen anderen Promi ein Rennen fahren.


Quelle: teleschau – der Mediendienst