Stefan, Uwe und Olaf leben auf dem flachen Land in Ostdeutschland und suchen seit Jahren eine Frau. Die ZDF-Doku "37°" stellt die Männer und ihren Alltag vor. Woran liegt es, dass sie keine Frau finden?

Ein Bauer, der eine Frau sucht, ist dann auch dabei. Ein Anspruchsvoller übrigens und durchaus gut aussehend. Nach Berlin könnte er umsiedeln, will er aber nicht. Lieber lebt er auf dem Land und lässt sich von der Oma betreuen. Stefan, der Bauer aus dem Erzgebirge, ist einer von drei Männern aus Ostdeutschland, den die "37°"-Ausgabe "Sag mir, wo die Frauen sind" porträtiert.

Sie alle – neben Stefan noch Olaf mit dem Reiterhof und Uwe, einst Sicherheitsmensch für Regierungsmitglieder und jetzt Krankenfahrer – warten seit Jahren auf die große Liebe. Der Film porträtiert sie zurückhaltend, ohne despektierlich oder rührselig zu sein.

Allerdings suggeriert er zugleich, es liege alles an den Folgen der Wende – keine Kinos und keine Wirtshäuser mehr. Die Frauen besser ausgebildet und sehr beweglich in Richtung Westen. Die Entschuldigung kommt womöglich zu früh, die Bequemlichkeit wird nicht hinterfragt.

Und wenn der Antonow-Flug für den Oldtimer- und Flugzeugfan Uwe die Liebe ersetzt – was soll man sagen? Dann bleibt einem nur der weise Oma-Spruch: "Es gibt nicht nur eine Handvoll Frauen, Jung. Es gibt ein ganzes Land davon." Und der Seufzer, stellvertretend für alle drei: "Die Hoffnung stirbt zuletzt!"


Quelle: teleschau – der Mediendienst