15.05.2020 Alternative zum abgesagten Song Contest

ARD-Zuschauer krönen den deutschen "ESC-Sieger der Herzen"

Nicht nur Stefan Raab und ProSieben haben sich eine Alternative zum abgesagten "Eurovision Song Contest" einfallen lassen. Auch die ARD möchte auf den Musik-Wettbewerb nicht komplett verzichten und veranstaltet ein Halbfinale und ein Finale.

Da die Alternativ-Show der European Braodcasting Union kein Zuschauervoting im Programm hat, kürt die ARD kurzerhand den deutschen "ESC"-Sieger der Herzen. Doch wie soll das funktionieren? In einem Halbfinale, das am Samstag (9. Mai, ab 20.15 Uhr) bei ONE im linearen TV und zudem als Livestream in der ARD-Mediathek, auf funk.net, auf dem YouTube-Kanal von "World Wide Wohnzimmer" und bei eurovision.de übertragen wurde, wurden alle Musikvideos der "ESC"-Teilnehmer gezeigt. 

Die Zuschauer konnten online oder während der Sendung per Televoting ihre Favoriten wählen. Unterstützt wurden sie von der einhundertköpfigen Eurovisionsjury aus Deutschland, die bereits im Winter den deutschen Teilnehmer Ben Dolic mit seinem Song "Violent Thing" ausgesucht hatte. 

Ins Finale haben es folgende Länder geschafft:

  • Island: Daði og Gagnamagnið – "Think About Things"
  • Litauen: The Roop – "On Fire"
  • Schweiz: Gjon's Tears –"Répondez-moi"
  • Italien: Diodato – "Fai rumore"
  • Russland: Little Big – "Uno"
  • Aserbaidschan: Efendi – "Cleopatra"
  • Bulgarien: Victoria – "Tears Getting Sober"
  • Schweden: The Mamas – "Move"
  • Malta: Destiny – "All Of My Love"
  • Dänemark: Ben & Tan – "Yes"

Am Samstag, 16. Mai, dem Tag also, an dem eigentlich der "ESC" hätte stattfinden sollen, moderierte Barbara Schöneberger das Finale. In "Eurovision Song Contest 2020 - das deutsche Finale live aus der Elbphilharmonie" präsentierte sie die zehn "ESC"-Teilnehmer, die im Halbfinale von den deutschen Zuschauern die meisten Stimmen erhalten haben. Dazu kommen Aufnahmen der schönsten, der berührendsten und der schrecklichsten Auftritte dieser Länder aus den vergangenen 64 Jahren ESC-Geschichte. Peter Urban und Michael Schulte kommentierten.

Wer ist der Sieger?

Einige der Finalisten traten live auf der Bühne der Elbphilharmonie auf, genau wie der deutsche Teilnehmer Ben Dolic. Sein Auftritt orientierte sich an der Inszenierung, wie sie im "ESC"-Finale in Rotterdam hätte aussehen sollen. In einem klassischen Voting entschieden die Zuschauer über den "deutschen Sieger der Herzen" beim "ESC 2020". Auch hier stand der deutsche Beitrag – wie im eigentlichen "ESC" – nicht zur Wahl. 

Im Finale setzte sich der Beitrag aus Lituaen durch: The Roop mit "On Fire". The Roop waren live in der Elbphilharmonie in Hamburg aufgetreten.

Im Anschluss um 22.00 Uhr geht der "ESC"-Abend im Ersten weiter mit der Sendung "Europe Shine A Light": In der Live-Show aus dem niederländischen Hilversum werden all diejenigen geehrt, die in diesem Jahr beim "ESC" in Rotterdam aufgetreten wären. Auch hier kommentieren Peter Urban und Michael Schulte. In den 120 Minuten gibt es Schalten über den gesamten Kontinent, viel Musik und einige Überraschungsauftritte ehemaliger "ESC"-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer. Auch in die Elbphilharmonie wird geschaltet. Moderatoren sind Chantal Janzen, Edsilia Rombley und Jan Smit, die auch durch die "ESC"-Sendungen geführt hätten. Bei der Aktion "Europe Shine a Landmark" innerhalb der Sendung wird eine Sehenswürdigkeit aus Deutschland erleuchtet werden. "Europe Shine A Light" wird wie der "Eurovision Song Contest" von der European Broadcasting Union (EBU) produziert.

Ab Mitternacht wiederholt das Erste den "ESC" von 2010 mit dem Sieg von Lena Meyer-Landrut. 

Mehr Infos zur "ESC"-Alternative "Free ESC" von Stefan Raab bei ProSieben finden Sie hier.


Quelle: areh
Das könnte Sie auch interessieren