Wenn ein Frühchen geboren wird, beginnt für Eltern und Baby eine schwierige Zeit mit vielen Therapien und bangen Momenten. Die Reportage-Reihe "37°" im ZDF hat drei Familien mit ihren Frühgeborenen begleitet.

Eine Schwangerschaft dauert circa 40 Wochen. Wird ein Baby vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren, dann ist es ein "Frühchen". Und das passiert durchaus zahlreich. Allein 2018 kamen insgesamt 64.417 Kinder als Frühgeborene zur Welt. Damit sind die noch sehr kleinen Menschen die größte Kinderpatientengruppe in Deutschland.

Auch wenn es grundsätzlich heißt, die Überlebenschancen seien gut, wenn Babys drei, vier oder fünf Wochen zu früh geboren werden, sagen die Ärzte doch auch immer: "Einmal Frühchen, immer Frühchen!" Das bedeutet, dass für die kleinen Patienten und deren Eltern vielfach Therapien folgen. Es gilt mitunter, ein Leben lang etwas nachzuholen, auch wenn nur ein paar Wochen zum vorausgesagten Geburtstermin fehlten. Die Autorin Antje Diller-Wolff hat drei Familien mit ihren Frühgeborenen begleitet. Im Rahmen von "37°" ist ihre emotionale Reportage nun im Zweiten zu sehen.

Die heute achtjährige Ella beispielsweise ist eines der jüngsten Frühchen Deutschlands. Sie besucht die zweite Klasse einer Grundschule. Doch ihr Leben hing mit ihrer Geburt sogleich an einem seidenen Faden. Mutter Ariane brachte das sehr kleine Mädchen nach genau 23 Schwangerschaftswochen zur Welt – 17 Wochen zu früh. Trotz erlittener Hirnblutungen überlebte Ella. Ihr Zwillingsbruder Alexander hingegen starb mit neun Monaten in der Klinik.

Ellas Mutter Ariane sitzt in dem Ort Lengers bei Bad Hersfeld. Sie blickt zurück auf ihren Schwangerschaftsverlauf. Manchmal plagen sie noch Schuldgefühle wegen des Todes von Alexander. "Jedoch ist Ella solch ein Geschenk, das hält uns lebendig und gibt uns viel Glück", sagt Ariane. Das kleine Mädchen ist ein echter Wirbelwind geworden. Nur Krankengymnastik brauchte sie zur Unterstützung, sonst keine weiteren Therapien.

37°: Eine Handvoll Hoffnung – Di. 10.03. – ZDF: 22.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH