Gemessen an der Existenz der Erde lebt der Mensch erst seit äußerst kurzer Zeit hier. Dennoch hat er schon jetzt enorme Fußabdrücke hinterlassen. Dirk Steffens hat sich für "Terra X" erneut auf Reisen begeben.

Jahrmilliarden war unser Planet von den Kräften seiner Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft geprägt. Erdzeitalter wie Jura, Trias und Kreide wurden durch die natürlichen Veränderungen der Erdkruste bestimmt. Inzwischen ist ein weiteres Zeitalter dazugekommen: "Anthropozän" nennen Wissenschaftler die Phase seit der Sesshaftwerdung des Menschen. Welche Auswirkungen diese auf die Entwicklung unserer Erde hatte und in Zukunft haben werden, zeigt das ZDF in der neuen "Terra X"-Reihe mit Moderator Dirk Steffens an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen, jeweils ab 19.30 Uhr.

Die erste Folge "Erde" beschäftigt sich mit der Landwirtschaft und der Bebauung von Böden: "Wir Menschen haben großartige Monumente errichtet, unser Überleben gesichert und Wohlstand für viele geschaffen", heißt es zu Beginn der Doku. Seit der Jungsteinzeit hat die Menschheit sich die Erde durch Ackerbau und Viehzucht untertan gemacht. Später leistete der Straßenbau im Römischen Reich seinen Beitrag zur Entstehung des Anthropozäns. Mittlerweile bestimmen Megastädte viele Satellitenbilder des Planeten. Allerdings hat diese Entwicklung nicht nur positive Folgen: Im Jahr 2050 sollen rund zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben. Sie alle zu ernähren, ist schon jetzt eine große Herausforderung. Wie Forscher weltweit an diese Aufgabe herantreten, zeigt Dirk Steffens in dieser Folge.

Im zweiten Film "Luft" (15. März) beleuchtet Dirk Steffens den Einfluss menschengemachter Treibhausgase auf das Erdklima. Begonnen hat dieser ebenfalls vor mehreren Tausend Jahren mit der Entdeckung des Feuers. Zuerst diente es vor allem der Zubereitung der Nahrung, spätestens seit der Industrialisierung hat es jedoch eine prägende Auswirkung auf das Klima, genauso wie die Massentierhaltung und das dadurch ausgestoßene Methan. Wie sich diese und weitere Faktoren auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auswirken, wird in der Doku ebenso beleuchtet wie die Suche nach einer sauberen und sicheren Methode der Energiegewinnung.

Das Elixier allen irdischen Lebens ist das Thema der dritten Folge "Wasser" (22. März). Schon bei der Sesshaftwerdung des Menschen waren Wasserquellen wie Flüsse von zentraler Bedeutung. Später lernten die Römer nicht zuletzt durch ihre Aquädukte, die Kräfte zu ihrem Vorteil zu nutzen. Diese Entwicklung zeichnet Steffens in der letzten Folge der Reihe ebenso nach wie die Bedeutung der Schifffahrt für den Transport von Waren. Mit der zunehmenden Vermüllung der Ozeane durch Plastik soll außerdem auch hier ein gegenwärtiges Problem des menschlichen Fortschritts und eventuelle Lösungsmöglichkeiten unter die Lupe genommen werden.

Für die ZDF-Eigenproduktion war das Team um Regisseur Jens Monath überall auf der Welt unterwegs: So berichtet der Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens unter anderem aus Äthiopien, Island und China von den derzeitigen Problemen der Menschheit. Atemberaubende Luftaufnahmen runden das Fernseherlebnis ab.

Terra X: Anthropozän – Das Zeitalter des Menschen – So. 08.03. – ZDF: 19.30 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH