Der Fund eines Heldengrabes lässt die Geschichte in einem anderen Licht entscheiden. Denn vieles deutet darauf hin, dass darin eine Frau begraben wurde. 

Im schwedischen Birka wurde vor Jahren ein Heldengrab entdeckt, in dem wertvolle Waffen, eine vollständige Kriegerausrüstung und sogar zwei Pferde lagen. An sich nichts Ungewöhnliches, denn bedeutende und führende Wikinger wurden damals für ihren Weg ins Jenseits reich ausgestattet. Doch es gab einen signifikanten Unterschied: Bestimmte Details deuteten darauf hin, dass es sich bei der Leiche um eine Frau handelte. In der britischen Dokumentation "Die Kriegerinnen der Wikinger", die bei ARTE erstmals im Free-TV gezeigt wird, erzählen die Filmemacher Sebastian Peiter und David Bartlett auf der Basis dieser Erkenntnisse die fiktive Geschichte der 20-jährigen Wikingerfrau Signe (gespielt von Moa Enqvist Stefansdotter) im zehnten Jahrhundert, die sich nach dem Tod ihres Vaters mithilfe von Wikingern aus Birka auf die lange und beschwerliche Reise macht, um sich an dem Mörder zu rächen.

Mithilfe der nachgestellten Geschichte versuchen Historiker, Archäologen und Wikinger-Experten, den neuen Fund zu deuten. Sie rollen die Vergangenheit unter diesem spannenden Gesichtspunkt noch mal neu auf. "Wir werden niemals wissen, wer die Frau aus Birka war. Aber ihre Existenz zwingt uns, das Zeitalter der Wikinger neu zu überdenken", erklärt der Archäologe Dr. Leszek Gardela. Sie soll bei weitem nicht die Einzige gewesen sein, die als Frau in den Wikingerkampf zog. "Wir wissen mittlerweile von 30 Frauengräbern mit Waffen. In Norwegen, aber auch in Schweden und Dänemark", sagt Gardela.

Die Kriegerinnen der Wikinger – Sa. 07.03. – ARTE: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH