Seit 1911 begehen Frauen am 8. März den "Frauentag", um für Gleichberechtigung zu demontrieren. Die Vereinten Nationen erklärten ihn 1975 zum internationalen Tag. In einigen Ländern ist der Weltfrauentag sogar gesetzlicher Feiertag, in Deutschland allerdings nur in Berlin.

Einige Fernsehsender haben rund um den "Weltfrauentag" 2020 spezielle Sendungen und Themen ins Programm genommen. Hier finden Sie eine Auswahl.

"Alles was zählt"-Folge nur mit Frauen

Für die Soap "Alles was zählt" hat sich RTL etwas Besonderes einfallen lassen. In der Folge, die am Freitag, 6. März (19.05 Uhr), ausgestrahlt wird, sind alle Rollen mit Frauen besetzt, auch die der Komparsen. Selbst der Vorspann wurde eigens für den Tag umgestaltet, auch darin sind nur die Darstellerinnen der Serie zu sehen. 

"Wir sind sehr stolz darauf, dass wir bei allen unseren von der UFA Serial Drama produzierten täglichen Serien einen sehr hohen Frauenanteil in den Teams haben, und wir haben uns sehr über die positive Resonanz auch in unserem Haus zu dieser besonderen Folge gefreut", sagt Katharina Katzenberger, RTL-Executive Producerin.

"Weltspiegel"-Korrespondenten berichten über Frauenthemen

Die ARD sendet am Sonntag (19.20 Uhr) eine Ausgabe des "Weltspiegels" nur mit Frauenthemen. Geplant ist u.a. ein Blick auf die Flüchtlinge, die derzeit an der griechisch-türkischen Grenze festsitzen. Darunter viele Frauen mit Kindern, wie Marsi aus dem Iran, deren Kind schwer erkrankt ist. Sie fühlt sich schutzlos, als Spielball der Politik. Weitere geplante Beiträge sind:

  • Superfrauen? Eine New Yorkerin an der Spitze der Liste der reichsten Frauen der Welt (USA)
  • Revolution nur im Fernsehen - Frauen an vorderster Front (Russland)
  • Protest gegen die Frauenmorde im Macholand (Mexiko)
  • Was läuft besser im Matriarchat Minangkabau? (Indonesien)
  • Stilberatung für Ultraorthodoxe - ein Fortschritt? (Israel)
  • Familienalltag zu Lasten der Frau? (Frankreich)

"An Tagen wie diesen" – der 8. März

ZDFneo blickt in seiner Reihe "An Tagen wie diesen" zurück auf den 8. März im Lauf der Geschichte. In New York legten am 8. März 1857 Tausende Textilarbeiterinnen die Arbeit nieder und traten gegen die brutalen Zustände in den Fabriken in den Streik. 1911 wurde auf Initiative der deutschen Sozialistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin der erste Frauentag in Deutschland begangen. 1975 erklären die Vereinten Nationen den Frauentag zum internationalen Tag, und seit 2019 ist er in Deutschland sogar Feiertag – zumindest in Berlin.

Am 8. März passierten im Laufe der Geschichte aber noch andere Dinge. So verschwand am 8. März 2014 eine Boeing der Fluggesellschaft Malaysia Airlines auf ihrem Flug von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord kurz nach dem Start spurlos. Auch darauf guckt "An Tagen wie diesen", kommentiert von Schauspieler Hannes Jaenicke, zurück.

"Moderne Heldinnen" im ZDF

Einen Tag nach dem Weltfrauentag startet das ZDF die Reihe "Moderne Heldinnen": Im März und April 2020 zeigt der Sender auf dem Sendeplatz am späten Montagabend fünf Filme von Frauen über Frauen. Den Auftakt macht am Montag, 9. März 2020, 0.35 Uhr, das Drama "24 WOCHEN" von Anne Zohra Berrached. Der Film beschreibt den Gewissenskonflikt einer Frau (Julia Jentsch), die vor der Entscheidung steht, eine Spätabtreibung vornehmen zu lassen. "24 Wochen" ist ab Sonntag, 8. März 2020, 10.00 Uhr, sieben Tage in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Weitere Filme der Reihe sind ""Das Menschenmögliche" (16. März 2020, 0.10 Uhr), "Abgebrannt" (23. März 2020, 0.20 Uhr), "Saniyes Lust" (30. März 2020, 0.00 Uhr), "Looping" (6. April 2020, 0.10 Uhr). Wer nicht so lange aufbleiben möchte: Die Filme sind jeweils auch für eine Woche in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Weitere Sendungen rund um den Weltfrauentag

Am Freitag, 6. März, sind in der WDR-Talkshow "Kölner Treff (22.00 Uhr) anlässlich des Weltfrauentags chauspielerin und Designerin Barbara Becker, Designerin und Content Creator Laura Kampf, die Politikerin Renate Schmidt, die Schauspielerin Christine Hecke und die erste transsexuelle Bundeswehr-Kommandeurin Anastasia Biefang zu Gast.

Die ZDF-Sendung "Sonntags" will am 8. März (09.03 Uhr) will wissen: Inwiefern gestalten Frauen hierzulande gleichberechtigt Zukunft mit? Welche Erfahrungen machen sie, welche Initiativen, auch kirchliche, starten sie? Das ZDF zeigt am Sonntagabend zu später Stunde die Doku "Gefangen im Kreml – Die russischen First Ladies" (23.35 Uhr), bei ARTE gibt es eine "Hommage an die großen Diven des Orients" (23.35 Uhr).