Diana und Wioleta stehen in der diesjährigen Staffel von "Der Bachelor" im Finale. Dort gibt es eine dicke Überraschung. Danach fließen im Talk mit Frauke Ludowig Tränen.

Sebastian Preuss hat seine Kandidatinnen so intensiv auf Herz und Nieren getestet, wie kaum ein "Bachelor" vor ihm. Doch erst in der allerletzten Folge fällt ihm plötzlich auf, dass Dianas Raucherei ihn stört. Das hält ihn natürlich nicht davon ab, auch im Finale nochmal intensiv mit der jüngsten Kandidatin der Staffel zu knutschen.

Überhaupt scheint Diana mittlerweile die Favoritin zu sein. Bei Sebastian und auch bei Sebastians Mutter. "Die steht bei mir ganz oben", sagt Mama "Bachelor". Model Wioleta sei natürlich auch sehr hübsch, aber die Mutti scheint nicht ganz überzeugt. Wir erinnern uns: Im Halbfinale hatte Sebastian bemängelt, dass zwischen ihm und Wio keine tiefgründigen Gespräche möglich seien. "Zu Beginn war es erst Wio. Das hat ein bisschen nachgelassen. Und jetzt ist es wieder Diana", sagt er, als seine Mutter ihn fragt, für wen er mehr Gefühle hat. Wio habe sich außerdem ziemlich egoistisch gezeigt, als Sebastian übel war und das Übernachtungsdate zur Enttäuschung der Kandidatin ausgefallen war. Findet zumindest Sebastian. Doch auf der anderen Seite ist Dianas ungesunde Lebensweise ein "No Go". "Du willst einen perfekten Menschen", schimpft Mutter Conny. Den gebe es aber nicht.

Die beiden Finalistinnen machen es dem "Bachelor" aber auch nicht gerade leicht. "Ich bin, was Beziehungen und Partnerschaft angeht, wirklich super unsicher", sagt Wioleta. "Ich tue mich hier schwer damit, über meine Gefühle und Emotionen zu sprechen", sagt Diana. Und dem "Bachelor" selbst? Dem "fehlt irgendwas".

Dann geht es zur letzten Nacht der Rosen. Wioleta wird abserviert. Nach den jüngsten Eindrücken keine Überraschung. Sehr überraschend ist dann allerdings Sebastians zweite Entscheidung: Auch Diana bekommt keine Rose. Der "Bachelor" bezweifelt, verliebt zu sein. Wie schade ... Während Wio die Entscheidung extrem gefasst aufnimmt, ist Diana richtig sauer. "Darf ich dich zum Auto begleiten?", fragt der "Bachelor" die abservierte Finalistin. "Muss das sein?", fragt sie trotzig zurück. Im Auto ärgert sie sich unter Tränen über sich selbst, weil sie sich offenbar falsche Hoffnungen gemacht hat.

Somit gibt es 2020 keine Siegerin. Ein absolutes Novum. Sebastian ist weiter Single, hat auf Kosten von RTL aber immerhin ein paar Wochen Urlaub gemacht. Und ein Eintrag in die Reality-TV-Geschichtsbücher ist ihm sicher. Nach dem Weltmeistertitel im Kickboxen seine zweite Tat von "historischer Tragweite".

Tränen im Talk danach

Im üblichen Talk direkt nach der TV-Ausstrahlung mit Frauke Ludowig fließen dann wieder Tränen - diesmal bei Sebastian. Der "Bachelor" hatte sich im Laufe der Staffel massiver Kritik in den sozialen Netzwerken ausgesetzt gesehen, weil er nach Meinung vieler Zuschauer die Frauen nicht immer respektvoll behandelt hatte. "Ich habe meine Mutter bei Instagram blockiert, damit sie die ganzen Hass-Kommentare nicht lesen konnte", sagt Sebastian. Er berichtet schluchzend ("Jetzt muss ich ein bisschen weinen, denn es kommt mir grade noch"), er habe Sponsoren verloren und eine Jugendhilfsorganisation wolle nicht mehr mit ihm zusammen arbeiten. Grund sei auch eine alte Geschichte, die durch seine Teilnahme hochgekommen wäre. Sebastian saß wegen Körperverletzung mal in U-Haft, angeblich war damals auch ein Schwan involviert. "Ich habe kein Tier gequält", beteuert er heute dazu.

Diana, die selbst Hass-Botschaften bekommen hat, springt trotz ihrer Enttäuschung für Sebastian in die Bresche. "Ich wollte diesen Leuten sagen 'Habt ihr sie noch alle? Schaut doch mal in den Spiegel!'", sagt sie. So über einen Menschen zu urteilen, sei falsch. Auch wenn sie keine Rose bekommen habe, sei Sebastian ihr schließlich nicht egal. 

Nach dem Auftritt bei Frauke Ludowig bekam Sebastian im Netz Unterstützung von einem seiner Vorgänger als "Bachelor": Oliver Sanne meldete sich unter einem Instagram-Post vom offiziellen Sendungsaccount zu Wort. "Internetrambos, die quasi anonym noch Salz in Wunden streuen und bewusst negatives äußern (ohne Wahrheiten zu kennen), lenken doch nur von ihrem eigenem, unzufriedenen Leben ab", schrieb Sanne, der 2015 in der fünften "Bachelor"-Staffel die Rosen verteilte. "Schön der Allgemeinheit anschließen und sich lustig machen. Die Hetzerei ist so unverschämt ... und kann sogar Existenzen bedrohen wie man sieht!"


Quelle: areh