Fünf Jahre nach dem Ende der Reihe kehrte Wolfgang Stumph für ein Special noch einmal zurück in die Rolle des Kommissar Stubbe. Das ZDF zeigt den Film von 2018 nun erneut.

"Mich, und ich glaube die Zuschauer, interessiert, wie die Lebensgeschichte der Stubbes verlaufen ist", dachte Wolfgang Stumph und sagte gerne zu, als es darum ging, seinen ehemaligen Hauptkommissar fünf Jahre nach dem Ende der erfolgreichen ZDF-Krimireihe in einem Special zurückkehren zu lassen.

Ohne Mord geht das natürlich nicht ab. Und doch drehte es sich vor allem um die Frage: Was fängt einer mit sich an, der nach Jahrzehnten aufs Altenteil verfrachtet wurde? Origami könnte eine Lösung sein. Liebe eine andere. Erstes Bild: der markante Schnauzer, bebend in Nahaufnahme. Offensichtlich geht es Stubbe nicht wirklich gut. Er liegt im Krankenhaus, im Hintergrund spricht jemand von "Stents": Schnitt. Drei Monate später ...

Heike Trinker (als Marlene Berger) war seit 2012 in acht Filmen der Reihe die Frau an Stubbes Seite. Sie ist die einzige der Darsteller von damals, die im Special mit Stumph zurückkehrt. Ihre Beziehung, so erfährt man, haben die beiden fortgeführt, doch offensichtlich liegt sie nun im Argen. Marlene hatte um eine Auszeit gebeten.

Nun, ein paar Monate danach, treffen sich die beiden wieder auf der Nordseeinsel Amrum, um dort gemeinsam zu ergründen, ob ihre Liebe noch eine Chance hat. Stubbe, sagt seine Lebensgefährtin, habe sich verändert in den Jahren des Rentnerdaseins. "Du bist doch Mordermittler gewesen. Also: Wer hat den alten Stubbe umgebracht", fragt sie ihn lächelnd. Zwischen Leuchttürmen, Stränden und charmanten Inselhäuschen macht er sich, bei miserabelstem Wetter übrigens, auf die Suche.

Auch wenn es rund 20 Minuten dauert – ohne "echte" Leiche geht dieses Stubbe-Extra, das immer noch zuvorderst ein waschechter Krimi ist, natürlich nicht ab. Marlene findet am Strand die Leiche der ehemaligen Inselbewohnerin Petra Brodersen, die lange dort zu Hause war, ehe es sie in die große Stadt zog. Zur Beerdigung ihres Vaters kehrte sie nun zurück. Doch dabei sein wird sie nicht mehr. Ein Schuss traf sie in den Kopf. Ihr Lebensgefährte Peter Sievers (Raiko Küster) trauert nicht wirklich. Aber hat er ein Motiv? Und wie steht es um das merkwürdige Ehepaar Alexandra und Engelbert Ritter (Nina Petri und Jörg Pose), die ganz offensichtlich in finanziellen Schwierigkeiten stecken?

Es ist eine charmante, aber auch ziemlich melancholische Geschichte, die die Stubbe-Autoren Scarlett Kleint, Alfred Roesler-Kleint und Michail Vershinin da ersonnen haben. Ein recht konventioneller Kriminalfall steht im Zentrum, drumherum aber geht's um das, was manchmal das Alter so mit sich bringt: Selbstzweifel, müde Momente, die Sinnfrage. Immer wieder begegnen Stubbe auf seiner Reise Sinnbilder des Todes. Sogar das Hotelfenster geht zum Friedhof raus.

Stubbe – Tod auf der Insel – Mi. 04.03. – ZDF: 21.45 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH