Mysteriöser Todesfall

"Erzgebirgskrimi – Die Tränen der Mutter": Kritik zum ZDF-Krimi mit Kai Scheve

04.07.2026, 06.15 Uhr
Im Erzgebirgskrimi "Die Tränen der Mutter" ermitteln Kommissare Winkler und Szabo im Fall eines toten jungen Mannes. Die Spur führt ins Drogenmilieu an der tschechischen Grenze. Maria Simon beeindruckt als Einsiedlerin. Ein packender Krimi mit mystischer Atmosphäre.

Ein im Wald aufgebahrter Toter beschäftigt Kommissar Robert Winkler (Kai Scheve) und seine Kollegin Karina Szabo (Lara Mandoki) im neunten "Erzgebirgskrimi – Die Tränen der Mutter" (Regie: Constanze Knoche, Buch: Leo P. Ard) aus dem Jahr 2024. Bei dem Opfer handelt es sich um den 24-jährigen Timo Barthel (Nico Liersch). Der Aussage seiner Mutter Yvonne (Julia Uttendorfer) zufolge fuhr er täglich dieselbe Strecke mit dem Fahrrad durch den Wald. Doch ein Rad können die Kommissare zunächst nicht finden.

ZDF
Erzgebirgskrimi – Die Tränen der Mutter
Krimi • 04.07.2026 • 22:00 Uhr

Ausgerechnet die Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach) bringt Licht ins Dunkel: Sie spürt Tanja Rossner (Maria Simon) auf. Als sogenanntes "Holzweibl" lebt die Frau seit Wochen allein und zurückgezogen in einem Camper im Wald. Mithilfe von Bergelt gewinnen die Kommissare ihr Vertrauen, und Rossner erzählt, wie sie die Leiche des jungen Mannes samt seiner Fahrrads im Wald gefunden und anschließend aufgebahrt hatte. Bleibt die Frage, wer das Seil gespannt hatte, das Timo zu Fall brachte.

Maria Simon überzeugt als Einsiedlerin

Die Ermittlungen führen Szabo und Winkler in einen Club, den Timo gemeinsam mit seinem Kumpel Jens Fichtner (Alessandro Schuster) betrieb. Jens wiederum erzählt ihnen von einem tschechischen Drogendealer. Ob der Mann Timo auf dem Gewissen hat? Auch der Bürgermeister Björn Haberkorn (Thomas Scharff) und dessen Ehefrau Nadine (Winnie Böwe) scheinen irgendwie in den Fall verwickelt zu sein. Immerhin war ihre gemeinsame Tochter Kim (Lucy Gartner) eng mit Timo befreundet.

"Erzgebirgskrimi – Die Tränen der Mutter" ist ein vielschichtiger Fall, der abermals durch die mystische Atmosphäre des teils nebligen Erzgebirges überzeugt. Aus dem Ensemble ist vor allem Maria Simon hervorzuheben: Ihre Darstellung der verbitterten, trauernden Einsiedlerin ist beeindruckend.

"Der Reiz von Hotelzimmern und Reisen verliert sehr schnell seinen Glitzer"

Während der Ermittlungen im "Erzgebirgskrimi" übernachten Szabo und Winkler in einer Ferienwohnung. Auch nach Drehschluss sieht Hauptdarstellerin Lara Mandoki mehr Touristenunterkünfte von innen, als ihr manchmal lieb ist, wie sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau im vergangenen Jahr erzählte: "Wir drehen ja oft zwölf bis 14 Stunden. Danach möchte ich meistens so schnell wie möglich nach Hause", erklärte die Tochter von Musiker Leslie Mandoki damals: "Der Reiz von Hotelzimmern und Reisen verliert sehr schnell seinen Glitzer, wenn man immer seltener zu Hause ist. Letztes Jahr war ich neun Monate durchgehend unterwegs. Von daher freue ich mich, wenn ich einfach in meinen eigenen vier Wänden sein kann."

Ihre Freizeit nutzt Lara Mandoki vor allem für Sport. Ein "regelmäßiges Hobby im Sinne von 'Am Wochenende gehe ich regelmäßig klettern" habe sie allerdings nicht: "Dafür fehlt mir einfach ein regelmäßiges Zeitfenster. Jeder Sport, jede Ernährungsform, jedes Buch hat ja irgendwas mit einer Rolle oder Disziplin zu tun." Sie fuhr fort: "Ich habe mich mit einer befreundeten Kollegin darauf geeinigt, dass wir auf die Frage antworten, unser Hobby ist unser Sozialleben. Das ist das Einzige, was ohne Sinn passiert."

Ein 15. Fall unter dem Arbeitstitel "Erzgebirgskrimi – Hexenjagd" ist bereits abgedreht. Es wird der letzte Film mit Lara Mandoki als Kommissarin Karina Szabo sein. Die Ausstrahlung ist noch für dieses Jahr geplant. Zwei weitere Filme befinden sich derzeit in der Entwicklung.

Erzgebirgskrimi – Die Tränen der Mutter – Sa. 04.07. – ZDF: 22.00 Uhr

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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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