250 Jahre lang wurde das Ruhrgebiet durch den Bergbau geprägt. Er stiftete Identität für die ganze Region, die großen Fördertürme wurden Wahrzeichen der Städte, und er war in seiner langen Geschichte sowohl Ursache von Wohlstand als auch von Klassenkämpfen. Angesichts des nahenden Endes der Steinkohleförderung – am 21. Dezember fährt die Zeche Prosper Haniel in Bottrop ihre letzte Schicht – würdigt das ZDF in mehreren Dokumentationen den aussterbenden Industriezweig.

Den Anfang macht am Sonntag, 9. Dezember, um 16.35 Uhr, "planet e.: Der Kampf um die Kohle – Wie schafft Deutschland den Ausstieg?". Darin werden vor allem ökologische Aspekte und die Spätfolgen des Bergbaus thematisiert. Dazu wirft das Format die Frage auf, wie abhängig die deutsche Energieversorgung von Kohlekraftwerken ist. Am Dienstag, 18. Dezember, um 0.30 Uhr läuft der 90-minütige Dokumentarfilm "Schwarzes Gold", der die Entwicklung des Bergbaus mit seinen gesellschaftspolitischen Einflüssen behandelt. Eine ausführlichere, zweiteilige Fassung des Films zeigt ARTE am Dienstag, 4. Dezember, und Mittwoch, 5. Dezember, jeweils um 20.15 Uhr.

Am Sonntag, 23. Dezember, um 19.15 Uhr, begleiten die Reporterinnen Andrea Budke und Dorthe Ferber für "Kohle, Kumpel und Kultur – Wehmut und Wandel im Revier" den Bergmann Holger Kenda bei seinen letzten Arbeitstagen. Das Magazin "Volle Kanne" sendet am Freitag, 28. Dezember, um 9.05 Uhr ein Special aus der Zeche Prosper Haniel in Bottrop. Darin diskutiert Moderator Ingo Nommsen mit einer Gästerunde über die Zukunftsaussichten des Ruhrpotts.

Neben den zahlreichen Doku-Formaten schickt das ZDF die Reporterin Anna-Maria Schuck für vier Wochen nach Bottrop. Im Rahmen der "ZDF in ..."-Serie nimmt sie am alltäglichen Leben teil und sammelt Meinungen der Ortsansässigen ein. Ihre Beiträge werden zwischen 18. November und 18. Dezember in diversen ZDF-Formaten zu sehen sein.


Quelle: teleschau – der Mediendienst