"Packender Politthriller"

"Ibiza Affäre" um Strache wird als Serie verfilmt

Im Mai 2019 stürzte der österreichische Vizekanzler Hans-Christian Strache über die "Ibiza-Affäre". Nun will Sky den Politskandal als Serie produzieren.

Es war einer der wohl größten Politskandale der vergangenen Jahre: Die sogenannte "Ibiza Affäre" wurde im Mai 2019 von der "Süddeutschen Zeitung" und dem Magazin "Der Spiegel" aufgedeckt. Binnen weniger Tage führten die Enthüllungen zunächst zum Rücktritt des österreichischen Vizekanzlers Hans-Christian Strache und in der Folge zum Bruch der Regierungskoalition zwischen konservativer ÖVP und der rechtspopulistischer FPÖ. Sky möchte die Ereignisse nun in einer vierteiligen Serie verfilmen.

"Die Ibiza Affäre" heißt die Serie, deren Drehbücher derzeit von Stefan Holtz und Florian Iwersen geschrieben werden. Als Grundlage für das fiktionale Projekt dienen das Sachbuch "Die Ibiza-Affäre: Innenansichten eines Skandals" von Frederik Obermaier und Bastian Obermayer, beide Journalisten bei der "Süddeutschen Zeitung", sowie Hintergrundgespräche und bisher unveröffentlichte Informationen.

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Ein heimlich gedrehtes Video hatte damals den Stein ins Rollen gebracht: Es zeigte ein Treffen von Hans-Christian Strache und dessen Parteikollegen Johann Gudenus mit einer vermeintlichen russischen Oligarchin in einer Finca auf Ibiza. In dem Politthriller soll es um die Entstehungsgeschichte eben jenes Videos gehen. Außerdem sollen Hintergründe aufgedeckt und politische Folgen gezeigt werden.

Es sei "ein realer und handfester Politskandal, den sich ein Drehbuchautor nicht besser ausdenken könnte", erklärte Marcus Ammon, Senior Vice President Sky Original Production, in einem Statement. "Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Quirin und Max die unglaubliche Entstehungsgeschichte dieses inzwischen weltweit bekannten Videos zu erzählen, das Österreichs FPÖ-Vizekanzler und mit ihm die ganze Regierung zu Fall brachte. 'Die Ibiza Affäre' ist ein packender Politthriller, der aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird."

Quirin Berg, der neben Ammon, Max Wiedemann, Frank Jastfelder und Lucia Vogdt für die Produktion zuständig ist, fügte hinzu: "Die Ibiza Affäre liefert einen eindringlichen Beweis für die Bedeutung des unabhängigen Journalismus als treibende Kraft der Wahrheitsfindung und damit als Eckpfeiler unserer Demokratie. Dabei ist diese Geschichte vollkommen absurd, spektakulär, erschütternd, packend – und vor allem Realität." Die Dreharbeiten für das Projekt sollen Anfang 2021 beginnen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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