Der Vesuv wirft seinen Schatten auf die italienische Mittelmeer-Metropole Neapel. Doch er ist nicht die einzige Bedrohung. Denn die Phlegräischen Felder werden immer aktiver. 

Neapel in Italien wird von zwei mächtigen aktiven Vulkanen flankiert. Im Osten ragt der Vesuv empor. Der Ausbruch des noch immer aktiven Vulkans hat 79 nach Christus einst die gesamte römische Stadt Pompeji zerstört. Im Westen der Stadt jedoch lauert eine noch viel größere Gefahr: die Phlegräischen Felder, ein "Supervulkan", wie nun in der ARTE-Doku "Im Schatten des Supervulkans" zu erfahren ist.

Anders als der Vesuv mit seiner Höhe von mehr als 1.200 Metern sind die Phlegräischen Felder kaum zu sehen. Doch auf ihrem Gebiet von 150 Quadratkilometern brodeln mehr als 50 Eruptionsherde, viele unterirdisch oder sogar unter Wasser. In der Dokumentation von Duncan Bulling, die nun bei ARTE in Erstausstrahlung zu sehen ist, zeichnen Wissenschaftler ein bedrohliches Bild. Der Supervulkan könnte jederzeit ausbrechen – mit verheerenden Folgen.

Durch einen Ausbruch der Phlegräischen Felder sind unter anderem durch einen todbringender Asche- und Steinregen drei Millionen Menschen im Großraum Neapel in Gefahr. Forscher wie Prof. Dr. Luca De Siena warnen, ein Ausbruch sei eine Frage der Zeit. Bedenklich ist, dass beispielsweise der Kohlendioxid-Ausstoß zuletzt deutlich zugenommen hätte. Vorzeichen für die Katastrophe? Wenn sie tatsächlich geschieht, bleiben den Behörden nur wenige Stunden Zeit, um die Bevölkerung Neapels in Sicherheit zu bringen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst