Film in der ARD

"Käthe und ich – Zurück ins Leben": Raus aus der Isolation

von Sarah Kohlberger

Im dritten Film der Reihe nehmen sich Therapeut Paul und seine Hündin Käthe eines Jungen an, der nach einem Unfall entstellt ist und nicht mehr unter Menschen geht. Können sie ihm helfen?

ARD
Käthe und ich – Zurück ins Leben
Drama • 11.09.2020 • 20:15 Uhr

Hunde können nicht nur treue Begleiter des Menschen sein – sondern auch ausgezeichnete Therapietiere. Wie so eine tiergestützte Therapie funktioniert, zeigt die ARD-Freitagsreihe "Käthe und ich", die vergangenen November mit den ersten beiden Folgen startete, und nun mit zwei neuen Teilen fortgesetzt wird, recht anschaulich. Bei der titelgebenden Käthe handelt es sich um ebenjenen treuen wie auch nützlichen Therapiehund, der mithilfe seines Herrchens Paul (Christoph Schechinger) Menschen in ausweglosen Situationen beisteht.

Eine durchaus spannende und auch tiefgründige Rahmenhandlung für einen ARD-Freitagsfilm. Regisseur Philipp Osthus schafft es, einfühlsam die Themen zu behandeln – untermalt wird die Story von herzzerreißende Balladen wie "Mad World" von Gary Jules oder durch idyllische Aufnahmen von der Gegend rund um den Müritzsee im Mecklenburger Großseenland, die zum Träumen einladen.

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Und genau hiervon handelt auch die dritte Folge der Drama-Reihe mit dem Titel "Zurück ins Leben": um Träume. Chris (Tilman Pörzgen) ist seit einem Helikopterabsturz nicht nur Vollwaise, sondern auch auf einer Seite seines Gesichts entstellt. Er lebt zurückgezogen in seinem Zimmer, das er seine Insel nennt – er träumt von seiner verstorbenen Mutter, von Freunden, und von der jungen Frau Lotta. Seine Fantasiewelt baute Regisseur Philipp Osthus ebenfalls in den Film mit ein.

Leider finden seine Nachbarn seinen Rückzug unheimlich und fordern seinen Rausschmiss. Nun müssen Paul und Pflegerin Hildegard Möller (Mariele Millowitsch) eingreifen: Mithilfe von Käthe (gespielt von der Australian-Shepherd-Hündin Hoonah) bricht Paul das Eis zwischen sich und Chris, und bietet ihm an, im Bootshaus zu wohnen. Es dauert nicht lange, da hat Chris Helena (Muriel Wimmer) entdeckt. Aber wie kann er sie kennenlernen, ohne dass sie sein Gesicht sieht?

Weitere Folgen bereits in Planung

Aber nicht nur der Jugendliche hängt seinen Träumen hinterher: Pauls Frau Erina (Nadja Bobyleva), nach einem Unfall im Rollstuhl sitzend, kann ihre neue Situation noch nicht akzeptieren, und stößt ihren Ehemann immer wieder von sich. Nur der neue Tierarzt, Schönling Eric (Ulrich Friedrich Brandhoff), scheint sie aus ihrem Schneckenhaus zu locken – ein Schlag für Paul. Was soll er tun – und kann Eric Erina tatsächlich helfen?

Mit einer erstaunlichen Ruhe und Gelassenheit nimmt sich Paul der Probleme seines Umfelds an. Seine entspannte Stimme und seine zurückhaltende Art sind extrem angenehm – für seinen Job als Therapeut eine unbezahlbare Charaktereigenschaft. Schechinger verleiht seiner Figur und dadurch auch der Geschichte viel Tiefgang.

Nach den beiden ersten Folgen "Dornröschen" und "Das Findelkind" ist "Zurück ins Leben" die dritte Folge der ARD-Dramareihe "Käthe und ich". Eine Woche später, am Freitag, 18. September, 20.15 Uhr, zeigt das Erste den vierten Teil "Papakind". Ob sich die Reihe rund um den Psychologen und seinen treuen Hund im mecklenburgischen Waren an der Müritz zu einer langlaufenden Vorabendserie etablieren wird, bleibt abzuwarten – Teil fünf und sechs sind aber bereits in Planung.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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