Der Teufel ist eben doch nicht totzukriegen. Dank Netflix wurde "Lucifer" vor dem Aus gerettet. In Deutschland ist die Serie aber bei einem anderen Streaming-Anbieter zu sehen.

Zuletzt war es ein wenig unübersichtlich: "Lucifer", die ebenso diabolische wie charmante Kultserie, sollte eigentlich eingestellt werden. Das US-Network Fox hatte trotz ansprechender Quoten überraschend genug vom Teufel und weiteren Gestalten aus Himmel und Hölle, die im Los Angeles der Gegenwart ihr Unwesen treiben. Dass "Lucifer" mit dem charismatischen walisischen Hauptdarsteller Tom Ellis aber dennoch nicht totzukriegen war, lag unter anderem an einer breit angelegten Social-Media-Kampagne und dem eindeutigen Bekenntnis von Netflix. Der Streamingdienst holte die Serie, produziert unter anderem von Jerry Bruckheimer, unter sein Dach. Der Fortbestand war somit auch in einer vierten Staffel gesichert. In Deutschland ist "Lucifer" ab Donnerstag, 9. Mai, allerdings durch einen Lizenzdeal weiterhin bei Amazon Prime Video zu sehen – die neuen Folgen laufen nur einen Tag nach der Erstausstrahlung in den USA.

Inhaltlich schließt die Fortsetzung der Serie direkt an den dramatischen Cliffhanger zum Ende der dritten Staffel an. Lucifer (Ellis) hatte seiner Herzensdame Chloe Decker (Lauren German) nach einem dramatischen Kampf sein wahres Gesicht als Satan gezeigt. Wie die von ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn geprägte Polizistin auf diesen Schockmoment reagiert, zieht sich wie ein roter Faden durch die zunächst zehn geplanten neuen Folgen.

Zudem betritt noch eine weitere Frau das Geschehen zwischen Himmel und Hölle auf Erden. Keine Geringere als Eva (Inbar Lavi), angeblich gelangweilt von ihrer bereits ewig anhaltenden Beziehung mit Adam, will sich mal wieder verführen lassen. Lucifer war diese Ursünde in ganz weit zurückliegenden Zeiten im Garten Eden schon einmal gelungen.

Mit dem Wechsel vom US-Network Fox, das doch an einige Vorgaben insbesondere des Jugendschutzes gebunden ist, zum Streamingdienst erfährt auch "Lucifer" einen Wandel. Mehr Haut ist zu sehen und auch einige drastischere Darstellungen. Schauspieler wie Kevin Alejandro, der in der Serie die Rolle des LAPD-Mordermittlers Dan Espinoza übernimmt, sagte in einem Interview: "Wir haben mehr Luft zum Atmen."

Die gewonnene Freiheit in der gesamten Produktion, in der laut Alejandro zudem viele neue Drehtechniken eingesetzt wurden, soll "Lucifer" auch in eine fünfte Staffel führen. Entsprechende Gespräche einer Serien-Verlängerung wurden bereits bestätigt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst