ARD-Doku

"Mafia-Kolonie Ostdeutschland": Wie die 'Ndrangheta in den Osten kam

von Andreas Schoettl

Mit der Wende kam die Mafia: Eine erschreckende ARD-Doku zeigt, wie die 'Ndrangheta in den Osten kam und welche mafiösen Strukturen es dort noch immer gibt.

ARD
Die Story im Ersten: Mafia-Kolonie Ostdeutschland
Dokumentation • 22.02.2021 • 23:05 Uhr

Die 'Ndrangheta steht laut Definition für die Vereinigung der kalabrischen Mafia in Italien. Ihr Netzwerk erscheint unermesslich groß zu sein. So soll sie laut Kenntnis von Ermittlern in ganz Europa, Nord- und Südamerika sowie Russland und Australien aktiv sein. Ein geschätzter Jahresumsatz der Organisation soll sich auf mehr als 50 Milliarden Euro belaufen. Dramatisch dabei ist: Ein Großteil von diesem Verbrechergeld soll in Deutschland gemacht werden. Zielgebiet ist und war Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung im Oktober 1990. Noch immer scheinen dort die Tore für mafiöse Strukturen sperrangelweit geöffnet zu sein.

Ein Reporterteam des MDR und der Zeitung "F.A.Z." hat die lange andauernde Geschichte der italienischen Mafia in Ostdeutschland recherchiert. Die Journalisten folgten den Spuren des organisierten Verbrechens und zeigen, wie die italienische Mafia in den Osten kam.

Erstaunlich dabei ist, dass ein Vor- und Durchdringen der Mafia-Organisation innerhalb einer ganzen Region sehr wohl hätte verhindert werden können. Denn: Vor knapp 20 Jahren belauschten Ermittler eine mächtige 'Ndrangheta-Zelle im Osten. Die geheimen Überwachungsprotokolle geben einen Einblick in die verdeckten Strukturen dieser Mafia-Organisation in Thüringen und Sachsen. Sie zeigen, mit welchen Summen die Mafia bereits seit Anfang der 2000er-Jahre operierte und wie sie ihre Geschäfte organisierte.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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