ZDF-"Politbarometer"

Maskenpflicht beim Einkaufen: Mehrheit der Deutschen ist weiterhin dafür

Zuletzt wurde in Deutschland über eine Abschaffung der Maskenpflicht diskutiert. Diese besteht jedoch weiterhin, was die große Mehrheit der Deutschen begrüßt.

Die Corona-Krise bestimmt weiterhin den Alltag, auch in Deutschland. Das geht aus den aktuellen Umfragen des ZDF-"Politbarometers" hervor. Demnach betrachtet mehr als die Hälfte der Befragten (64 Prozent) die Bewältigung der Krise als das derzeit wichtigste politische Problem unseres Landes. Die wirtschaftliche Lage finden hingegen nur 17 Prozent als dringend.

Obwohl 60 Prozent der Befragten die eigene Gesundheit durch Corona nicht gefährdet sehen, spricht sich eine klare Mehrheit für das Erhalten der Maskenpflicht beim Einkaufen aus: 87 Prozent – darunter Anhänger aller Parteien – empfinden die Maskenpflicht beim Einkaufen als richtig. Lediglich 12 Prozent empfinden diese als nicht richtig. Darüber hinaus denken knapp Dreiviertel der Befragten (73 Prozent), dass die Mund-und-Nasen-Bedeckung sehr viel oder viel hilft, um die Verbreitung der Viren einzudämmen. Etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) erwarten davon nicht so viel oder gar nichts.

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Angesichts der gelockerten Reisebeschränkungen zeigt sich die Mehrheit der Deutschen besorgt: 69 Prozent der Befragten fürchten, dass die Sommerreisen zu einer Erhöhung der Infektionszahlen führen. Nur 28 Prozent glauben dies nicht.

Die Frage "Wer kann Kanzler?" wird von vielen Befragten durch die Corona-Pandemie ebenfalls anders beantwortet: Mehr als die Hälfte aller Befragten (64 Prozent) hält den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Markus Söder für einen geeigneten Kanzlerkandidaten. Unter den Unions-Anhängern sind es sogar 78 Prozent. Gegen die Aussage sprechen 27 Prozent aller Befragten und 17 Prozent der Unions-Anhänger. Zum Vergleich: Im März betrug die Zustimmung unter allen Befragten nur 30 Prozent, 51 Prozent von ihnen sahen Söder nicht als Kanzler.

Auf dem zweiten Platz hinter dem CSU-Politiker folgt der Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) mit 48 Prozent Zustimmung unter allen Befragten. 42 Prozent sehen ihn nicht als geeigneten Kanzler an. Allen verbleibenden Kandidaten wird eine Eignung als Kanzler mehrheitlich abgesprochen.

Die Umfrage wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 7. und 9. Juli durchgeführt. Dabei wurden 1.226 Wahlberechtigte zufällig ausgewählt und befragt.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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