Eine vierteilige Doku-Reihe begibt sich auf eine Zeitreise weit zurück in die Geschichte Amerikas und seiner Ureinwohner. In ihr waren blühende Zentren der Wissenschaft und Spiritualität entstanden.

Eine nach wie vor geltende Theorie besagt, dass Amerika nach Ende der Eiszeit vor 11.500 bis 10.000 Jahren erstmals besiedelt worden sein soll. Jäger dürften demnach über die Beringia-Landbrücke zwischen Ostsibirien und Alaska auf den Kontinent gekommen sein. Doch nun kann man diese seit den 1930er-Jahren vorherrschende Meinung offenbar einstampfen. Gegen den "Beringialkorridor" sprechen unter anderem die faszinierenden Felsmalereien im westbrasilianischen Amazonas-Regenwald. In der sehr aufwendig produzierten vierteiligen Dokumentationsreihe "Native America", die nun bei ARTE erstmals zu sehen ist, führen die Regisseure Scott Tiffany und Gary Glassman noch viel weiter zurück in eine weiterhin geheimnisvolle Geschichte der Ureinwohner Amerikas.

"Knochenfunde zeigen, dass Menschen bereits vor 13.000 Jahren im Amazonas-Regenwald lebten. Ihre Kunstwerke gehören zu den ältesten der Welt", erklärt Anna C. Roosevelt. Die Professorin an der University of Illinois deutet dabei auf die archäologischen Funde aus der "Höhle des bemalten Felsens" im Südosten des brasilianischen Bundesstaats Piauí.

Ob die Erstbesiedlung des amerikanischen Kontinents nun von Süden oder von Norden erfolgte, muss die vierteilige Dokumentationsreihe nicht weiter klären. Vielmehr rückt umfangreich in den Vordergrund, wie in einer längst vergangenen Welt bedeutende Zivilisationen entstanden sind. Beispiele dafür gibt es einige. Die eindrucksvollen Ruinen der ersten Hopi-Siedlungen in den Wüsten New Mexicos stehen für einst blühende Zentren der Wissenschaft und der Spiritualität. Im Teotihuacáns Tempel der Gefiederten Schlange funkelt derweil ein kosmisches Sternenheiligtum.

Die Zeitreise weit zurück in die Geschichte Amerikas führt von den ersten Siedlern des Kontinents bis zum blutigen Kampf um die Neue Welt. Teil zwei ist bereits am Samstag, 24. August, 21.05 Uhr, direkt im Anschluss an die Auftaktfolge zu sehen. Die weiteren Episoden folgen am Samstag, 31. August, wiederum ab 20.15 Uhr bei ARTE.


Quelle: teleschau – der Mediendienst