Taylor Swift hat angekündigt, ihre ersten sechs Alben neu aufzunehmen – ihre Beweggründe sind jedoch nicht kommerzieller Natur.

Normalerweise sind es ja immer andere Künstlerinnen und Künstler, die berühmte Hits ihrer Kolleginnen und Kollegen neu aufnehmen. Nun hat Taylor Swift jedoch verkündet, dass sie sich selbst covern werde. In einem Preview-Clip zu ihrem anstehenden "CBS Sunday Morning"-Interview erklärte die 29-Jährige, dass sie plane, ihre ersten sechs Alben komplett neu aufzunehmen.

Allerdings liegen diesem Vorhaben offenbar keine kommerziellen Absichten zugrunde, wie man zunächst vermuten könnte. Stattdessen ist Swift entsetzt darüber, dass die Rechte an den entsprechenden Werken seit Kurzem beim Musik-Unternehmer Scooter Braun liegen. Mit ihm liegt der Musiksuperstar schon seit Jahren im Clinch, weil sie ihm systematische Manipulation, Tyrannisierung und Unterdrückung vorwirft.

Braun erwarb im Juni für 300 Millionen Dollar das Tonstudio Big Machine Label Group – und damit auch die Rechte an Swifts dort eingespielten Master-Aufnahmen ihrer Musikstücke. Für die Sängerin ein kaum zu ertragender Umstand, wie sie bereits vor zwei Monaten via Social Media erklärte: "Dies ist mein schlimmstes Szenario", so Swift damals. Sie sei darüber "traurig und angewidert" zugleich. "Niemals in meinen schlimmsten Albträumen hätte ich gedacht, dass der Käufer Scooter sein würde", erklärte die zehnfache Grammy-Gewinnerin.

Im Gespräch mit der CBS-Moderatorin Tracy Smith verkündete sie nun, dass sie zum Gegenschlag ausholen werde und alle sechs Alben wieder neu aufnehmen möchte. Sie besitzt zwar keine Rechte an den Master-Titeln, doch als Songwriterin ist es ihr erlaubt, sämtliche ihrer Lieder neu aufzunehmen und sich damit sozusagen selbst zu covern.

Swifts neue Album mit dem Titel "Lover" steht ab sofort in den Plattenläden.


Quelle: teleschau – der Mediendienst