ARD und ZDF berichten über 230 Stunden live von den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang. Wie die Sender bei der Vorstellung ihres Programms und ihrer Teams in Berlin mitteilten, arbeiten das Ersten und das Zweite dabei "so intensiv zusammen wie noch bei keinem anderen Großereignis je zuvor", sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres.

Für den Zuschauer bleibt Olympia damit weitgehend das gewohnte XXL-TV-Event – was lange Zeit fraglich war. Aber bekanntlich haben die beiden öffentlich-rechtlichen Sender mit dem Rechte-Inhaber Discovery nach recht zähem Ringen eine Vereinbarung über die Olympischen Spiele 2018 bis einschließlich 2024 geschlossen.

Im täglichen Wechsel wolle man zwischen dem 9. und 25. Februar jeden Tag ab etwa ein Uhr bis in den späten Nachmittag hinein aus der südkoreanischen Stadt berichten. Neben den Liveübertragungen seien auch zahlreiche Highlight-Zusammenfassungen und Hintergrundberichte geplant.

Politische Situation ebenfalls Thema

Gesendet werde nicht nur aus dem International Broadcast Center vor Ort, sondern auch von einem Nationalen Sendezentrum in Leipzig, das ARD und ZDF gemeinsam eingerichtet haben. Nach langen Verhandlungen um die Übertragungsrechte mit dem US-Unternehmen Discovery habe man die Programmpläne in kurzer Zeit realisieren können, so ZDF-Chefredakteur Peter Frey. "Zum anderen nehmen wir dieses Sportfest zum Anlass, in Berichten, Dokumentationen und Reportagen die Region in Ostasien und die politische Situation in Süd- und Nordkorea zu beleuchten. Darüber hinaus bleibt die kritische Aufarbeitung von Sportpolitik und Doping-Themen wichtig."

Etwa 360 Mitarbeiter werden insgesamt für beide Sender von den Olympischen Spielen berichten. Neben den Senderchefs waren bei der von koreanischem Buffet eingerahmten Pressekonferenz in Berlin auch Moderatoren, Experten und Sportler zugegen. Als Experten für die ARD fungieren unter anderem die Olympiasiegerinnen Katarina Witt (Eiskunstlauf), Kati Wilhelm (Biathlon) und Maria Höfl-Riesch (Ski alpin); für das ZDF Toni Innauer (Skispringen), Sven Fischer (Biathlon) und Marco Büchel (Ski alpin). Mit Snowboard, Shorttrack und Eiskunstlauf gibt es drei Sportarten, die live nur beim Discovery-eigenen Kanal Eurosport übertragen werden, der im Februar natürlich ebenfalls ganz im Zeichen der Spiele stehen wird.

Bis zu drei Livestreams

Zur Programmgestaltung sagte ZDF-Sportchef und Olympia-Teamchef Thomas Fuhrmann in Berlin: "Wir werden aufgrund der Parallelität vieler Ereignisse und Entscheidungen flexibel agieren, um den deutschen Zuschauern ein spannendes und abwechslungsreiches Programm bieten zu können." Er setzt auf eine "noch engere Verzahnung unserer TV- und Online-Angebote plus exklusiver Olympia-Bilder in 360°" und kündigt "Videos, die rund um die Uhr verfügbar sind", an sowie "bis zu drei Livestreams neben dem Hauptprogramm, mit der Möglichkeit, sich das eigene Olympia-Programm individuell zusammenzustellen".

Das Erste zeigt die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele am Freitag, 9. Februar, ab 12 Uhr, die Schlussfeier ist am Sonntag, 25. Februar, 12 Uhr, im ZDF zu sehen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst