Die Oscars sind immer wieder auch Bühne für politische Statements. Natalie Portman setzt sich in diesem Jahr für mehr Gleichberechtigung in Hollywood ein – durch ein Detail an ihrem Outfit.

Seit Jahren wird im Zuge der jährlichen Oscarverleihung über Gleichberechtigung diskutiert. Auch diesmal waren die Nominierungen und Auszeichnungen wieder männerlastig – was besonders Natalie Portman zu missfallen schien. Ihr Statement machte sie allerdings auf außergewöhnliche, sehr subtile Weise publik.

Auf dem Mantel der eleganten Dior-Robe, die Portman auf dem roten Teppich der Oscarverleihung trug, waren die Namen von Regisseurinnen zu lesen, die allesamt großartige Filme ablieferten, aber nicht nominiert waren: Lulu Wang ("The Farewell"), Greta Gerwig ("Little Women"), Lorene Scafaria ("Hustlers") und Marielle Heller ("Der wunderbare Mr. Rogers") standen dort in goldener Schrift auf dem schwarzen Stoff. "Ich wollte die Frauen würdigen, die hier trotz ihrer unglaublichen Arbeit nicht gewürdigt werden", erklärte die 38-Jährige ihr Statement.

Bereits vor zwei Jahren, bei der Ankündigung der Golden-Globes-Nominierungen, hatte Portman kritisiert, dass keine Frau in der Kategorie "Beste Regie" berücksichtigt wurde: "Hier sind die rein männlichen Kandidaten." Nur fünf Frauen wurden jemals mit einem Oscar für die Beste Regie nominiert: Kathryn Bigelow ("The Hurt Locker"), Lina Wertmüller ("Seven Beauties"), Jane Campion ("Das Piano"), Sofia Coppola ("Lost in Translation") und Gerwig ("Lady Bird"). Bigelow ist die einzige weibliche Gewinnerin in der langen Geschichte des Oscars. Das war im Jahr 2010.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH