107 Mordopfer, 21 verhinderte Morde und jede Menge Pointen: Wilsberg feiert den 25. Geburtstag. Gefeiert wurde das beim Dreh auf Norderney. prisma hat mit Leonard Lansink über die Rolle des Georg Wilsberg gesprochen.

Herr Lansink, herzlichen Glückwunsch zu 25 Jahren Wilsberg. Hätten Sie damals, als Sie angefangen haben, gedacht, dass die Serie so lange laufen würde?

Leonard Lansink: Nein, überhaupt nicht. Ich habe ein Drehbuch bekommen und wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte, den Privatdetektiv zu spielen. Hatte ich. Zuerst lief das montags im ZDF, dann passierte ein Jahr nichts, und dann kam noch ein Drehbuch. Irgendwann wurde der Sendeplatz auf Samstagabend verlegt, und so entwickelte es sich schleichend. Dass es zu so einem Erfolg wurde, traf mich überraschend.

Wenn man die Rolle des Georg Wilsberg 25 Jahre lang spielt, wird es dann nicht irgendwann langweilig?

Gar nicht. Es macht immer noch Spaß. Eigentlich ist es bezahlter Urlaub. Wobei – wir arbeiten natürlich schon. Wir gehen morgens hin, machen unsere Arbeit, und abends geht es wieder nach Hause. Aber es ist ein großes Vergnügen. Es läuft bei uns alles sehr familiär ab und wir freuen uns immer, uns wiederzusehen. Wir kennen uns ja schon lange. Allerdings bemühen wir uns auch, Leute die neu zu den Episoden dazukommen, mit einzubinden. Die sollen sich auch wohlfühlen.

Wie gefällt Ihnen die Jubiläumsfolge "Wellenbrecher"?

Ich finde, sie ist gut geraten. Zur Entstehung: Der Sender hat uns da einen Besuch nach Norderney geschenkt und gefragt, wer Zeit hat, mitzukommen. Und alle, die Zeit hatten, wollten gerne mit. Olli Korittke wollte lieber den Sommer mit seinem Kind zu Hause verbringen. Das ist noch klein, und es ist ja auch gut so, wenn er mal Zeit dafür hat. Und Ina Paule Klink wäre gerne mitgekommen, aber dann kam ein Zürich-Krimi dazwischen. Das war alles kein Problem, das Drehbuch wurde nochmal umgeschrieben, und wir haben aus dem, was wir hatten, das Beste gemacht. 

+++ Lesen Sie hier die Filmkritik zur Wilsberg-Folge "Wellenbrecher". +++

Bei 25 Jahren Wilsberg ist doch bestimmt auch schon mal etwas richtig schief gegangen, oder?

Nein, ich habe keine Anekdoten. Es ist weder etwas Schlimmes, noch etwas ganz Besonderes passiert. Ich habe noch kein Auto geschrottet, es ist niemand irgendwo runtergefallen, und es ist auch niemanden ein Scheinwerfer auf den Kopf gestürzt. Das ist auch gut so.

Stichwort Auto: Sie haben bis heute keinen Führerschein. Warum nicht?

Als ich 18 war, hatte ich kein Geld. Damals wäre ein Führerschein wichtig gewesen, um Mädchen ins Autokino mitzunehmen und zu beeindrucken, aber da ging es nicht. Und danach hatte ich nie mehr den Ehrgeiz. Es war einfach nicht wichtig. Und auch nicht sexy. Aber als Wilsberg bin ich ja zwischendurch hinter dem Lenkrad – es geht also auch so.

Was halten Sie als Leonard Lansink eigentlich von Georg Wilsberg?

Er ist ganz okay, würde ich sagen. Ich würde gerne mal ein Bier mit ihm trinken gehen, denn er ist ein netter Kerl, der nicht zu viel redet. Wahrscheinlich würden wir nebeneinander hinsumpfen. Und wahrscheinlich müsste ich bezahlen.

Wie ist das eigentlich? Sitzen Sie, wenn die Jubiläumsfolge läuft, vor dem Fernseher?

Nein. Ich gucke schon mal hin, auch, damit ich weiß, über was ich mit Ihnen reden kann. Aber an dem Abend gehe ich mit meinen Hunden auf die Wiese. Wenn ich Wilsberg gucke, bin ich ein Fehlergucker. Ich bin kein großer Fan von mir. Ich überlege immer, was ich besser hätte machen können. Dafür freue ich mich dann an den Szenen mit meinen Kollegen. Die kenne ich ja oft auch noch gar nicht.

Wie? Gefallen Sie sich selbst denn gar nicht?

Doch, ich gefalle mir schon – aber eben nur sekundenweise. Meine Kollegen gefallen mir länger.

Kommen jetzt nochmal 25 Jahre Wilsberg?

Ich bin jetzt 64. Ein paar Jahre gehen bestimmt noch, ob es 25 werden, weiß ich aber nicht. Bald läuft die 75. Folge. Ich denke, wenn wir 100 schaffen, sind wir sehr gut dabei.

VERLOSUNG

prisma verlost einen Besuch am Set von Wilsberg inklusive gemeinsamem Mittagessen mit den Darstellern. Zum Mitmachen einfach bis zum 14.2.2020 anrufen unter 01379/88 50 23* Viel Glück!

0,50 Euro/Anruf a. d. dt. Festnetz/Mobilfunk abweichend. Der Preis wurde prisma vom Kooperationspartner unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Keine Barauszahlung des Preises möglich. Rechts- und Postweg sind ausgeschlossen. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. prisma-Mitarbeiter und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen. Teilnahmebedingungen auf www.prisma.de/agb – Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Erhebung von Daten erfolgt ausschließlich zur Gewinnerziehung. Informationen zum Datenschutz unter www.prisma.de/datenschutz.