Hat die Schriftstellerin Holly Shaw etwa Selbstmord begangen? Nein, sie lebt. Doch um einem Reporter eins auszuwischen, gibt sich Holly als ihre Cousine aus – und täuscht damit sogar ihren Ex-Freund.

Nach einer Lesung wird die aufstrebende Autorin Holly Shaw (Valerie Huber) überfallen. Jedenfalls werden ihre Papiere, Bücher, der Mantel und ihre Schuhe am Flussufer gefunden. Der zynische Journalist Aaron Kingsley (Max Befort) wittert da eine Sensation: Hat Holly Shaw Selbstmord begangen? Doch natürlich kommt in "Rosamunde Pilcher: Die Liebe, meine Cousine und ich" alles ganz anders und am Ende auch recht wohlgefällig.

Nach Hollys heimlichem Wiederauftauchen verfällt ihr Verleger auf den durchaus naheliegenden Trick, die Sensation noch etwas auszuschlachten, schließlich stiegen inzwischen die Verkaufszahlen beträchtlich. Um aber dem unliebsamen Reporter Kingsley eins auszuwischen, macht Holly mit. Sie gibt sich mithilfe einer Stylistin als ihre attraktive Cousine Rachel aus und zieht über Holly, also sie selbst, vom Leder. Doch nicht nur Kingsley, auch der nach Jahren aus den USA zurückgekehrte Ex-Freund Vincent (Jeroen Engelsman) fällt auf den Trick herein. Ob da jemand zu viel bei Shakespeares Verwechslungskomödien nachgeschlagen hat? Spaß macht die sonntagabendliche Krimialternative auf jeden Fall – auch dank des bezaubernden, weitgehend noch "unverbrauchten" Ensembles.

Demnächst, am 12. Januar, steht die 150. Pilcher-Folge seit 1993 an. Auch seit dem Tod der Vorlagen-Autorin Anfang des Jahres ist die Liebe zu ihren TV-Romanzen ungebrochen. Die Zuschauerzahlen schwankten im ZDF zuletzt zwischen fünf und sechs Millionen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH