"Irgendwann schlug das in Trauer um"

Stefanie Giesinger spricht über dunkle Zeiten im Rampenlicht

Seit sie 17 ist, steht Stefanie Giesinger in der Öffentlichkeit. Der Druck, immer perfekt sein zu wollen, sei bei ihr irgendwann in Trauer umgeschlagen, erklärt sie nun.

Ein Leben in der Öffentlichkeit kann sehr belastend sein – vor allem, wenn man noch jung ist: Model Stefanie Giesinger, die 2014 die neunte Staffel von "Germany's Next Topmodel" gewann, schildert im Interview mit der Zeitschrift "Glamour", wie sie mit der Belastung umgeht. "Ich stehe in der Öffentlichkeit, seit ich 17 war, und wollte immer von allen gemocht werden und perfekt sein. Irgendwann schlug das in Trauer um", so die 24-Jährige.

Sie habe nach jedem beendeten Job geweint und nicht schlafen können. In ihrer Freizeit sei Giesinger stets zu ihrem Partner Marcus Butler geflogen. "Sonst ging mein Sozialleben gegen null." Auch heute noch habe das Model Momente, in denen es mit seiner Traurigkeit zu kämpfen habe. "2019 war so eine Phase – und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, die Phase wäre schon vorbei." Vielleicht wirke sie auf andere, als hätte sie den Verstand verloren, vermutet Giesinger. "Das ist mein Leben, ich habe keine Lust mehr, mich zu verstellen", erklärt die 24-Jährige. "Ich habe gelernt, je mehr ich versuche, mich zu verstecken und zu verstellen, desto unglücklicher bin ich."

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Zurückhalten wolle sie ihre Traurigkeit aber nicht. "Ich denke, wenn man sieht, dass eine Person, die in der Öffentlichkeit steht und ein vermeintliches Traumleben führt, auch kämpft und Phasen hat, in denen sie traurig ist, fühlen sich manche vielleicht weniger einsam", so Giesinger. "Zu wissen, dass es anderen ähnlich geht, hilft oft schon."

Das Model habe außerdem Methoden, wie es sich selbst das Positive bewahren könne: "Handy weg. Nicht reinsteigern. Spazieren gehen und sich unter Leute mischen – man verliert sich schnell in dieser Instagram-Bubble." Nichtsdestotrotz habe sie auch gute Phasen: "Da brennt mein Feuer und ich will so viel Gutes wie möglich auf einmal machen."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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