R'n'B-Sänger R. Kelly steht derzeit massiv unter Beschuss. Grund dafür ist die sechsteilige Doku-Serie des US-Kabelsenders Lifetime, in der zahlreiche Frauen den Musiker wegen sexuellen Übergriffen und sexuellem Missbrauch beschuldigen. Vom 18. bis 20. Mai, jeweils ab 20.15 Uhr, zeigt A&E das Format als TV-Premiere im deutschsprachigen Raum in Doppelfolgen.

"Hier eine klare Haltung für die Opfer zu signalisieren, eine Debatte auszulösen und diese hierzulande erst zu ermöglichen, halte ich für sehr wichtig", begründete der A&E-Programmchef Emanuel Rotstein nun die Ausstrahlung des Formats, das mitnichten eine rein amerikanische Angelegenheit sei.

Die Schilderungen der mutmaßlichen Opfer seien "erschreckend, verstörend und Mut machend zugleich", so Rotstein in einem am Dienstag verbreiteten Interview. Mit der Ausstrahlung zeige A&E "ein weiteres Programm, das den Zeitgeist widerspiegelt" und "gesellschaftliche Tabus thematisiert". Die Doku-Serie vereine zudem die #metoo- und #blackgirlsmatter-Kampagnen. "Auch wenn sich das Machtgefälle von Männern und Frauen nicht über Nacht grundlegend ändern wird, kann man feststellen, dass mehr Empathie für die Opfer herrscht", erörterte Rotstein weiter.

Hochbrisant ist der Stoff auf jeden Fall: Die Aussagen der Protagonistinnen in der Doku, unter anderem von R. Kellys Ex-Frau Andrea Kelly und seiner Ex-Freundin Kitti Jones, werden derzeit von der US-amerikanischen Justiz geprüft. Nach der Erstausstrahlung des Formats in den USA hatte auch Kellys Tochter Joann Lee, bekannt als Sängerin Buku Abi, Stellung bezogen. Auf Instagram nannte sie ihren Vater ein "Monster" und schilderte: "Mir ist sehr wohl bewusst, wer und was er ist. Ich bin in diesem Haus aufgewachsen." Ebenfalls empört gaben sich Promis wie John Legend, der auch in der Doku zu Wort kommt, und die Sängerin Lady Gaga.


Quelle: teleschau – der Mediendienst