Koalitionskrise, der Rücktritt von Angela Merkel, das historische Treffen von US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un – wer jederzeit auf der Höhe der aktuellen Nachrichtenlage bleiben will, schaltet täglich um 20 Uhr die "Tagesschau" ein. Dabei blieb es auch 2018. Wie der NDR mitteilte, ließ die "Tagesschau" auch im vergangenen Jahr die anderen Nachrichtensendungen deutlich hinter sich.

Insgesamt schalteten 2018 täglich im Schnitt 9,63 Millionen Zuschauer ab drei Jahren die 20-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" ein, was einen Jahres-Marktanteil von 34,5 Prozent bedeutet. Dabei fielen 4,93 Millionen Zuschauer auf die Ausstrahlung der Sendung im Ersten ab, die verbleibenden 4,7 Millionen sahen die "Tagesschau" in einem der Dritten Programme. Damit erreichte sie den dritthöchsten Wert der vergangenen zehn Jahre, blieb aber hinter dem Rekordergebnis von 10,19 Millionen Zuschauern 2017 zurück.

Dennoch liegt die "Tagesschau" deutlich an der Spitze der meistgesehenen Nachrichtensendungen. Mit großem Abstand folgen die "heute"-Nachrichten des ZDF (4,07 Millionen Zuschauer), "RTL aktuell" (3,07 Millionen) belegt den dritten Platz. Die Dominanz der "Tagesschau" zieht sich durch alle Altersgruppen. Auch bei den 14- bis 29 Jahre alten Zuschauern lässt das ARD-Format mit einem Marktanteil von 13,1 Prozent "RTL aktuell" (12,8 Prozent) hinter sich.

Bei den digitalen Angeboten lässt sich laut NDR ebenfalls eine positive Bilanz ablesen. Demnach wurden die Online-Inhalte von "tagesschau.de" und der Tagesschau-App 2018 im Schnitt 2,4 Millionen-mal besucht, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 0,2 Millionen ausmacht. Ebenfalls deutlich angestiegen sind täglichen Page Impressions, von 11,5 Millionen 2017 auf 13 Millionen 2018.

Für das neue Jahr kündigte Dr. Kai Gniffke, der erste Chefredakteur von ARD-aktuell, an: "Das Erfolgsrezept der 'Tagesschau' ist im Kern immer gleich geblieben: Nachrichten von Relevanz, ausgewählt von einer unabhängigen Redaktion und ohne Schnörkel präsentiert. Wir werden auch 2019 hart dafür arbeiten, dem Vertrauen gerecht zu werden, das unsere Zuschauerinnen und Zuschauer in uns setzen."


Quelle: teleschau – der Mediendienst