Dr. Filipa Wagner (Anja Knauer) hat sich inzwischen gut auf Mauritius eingelebt. Doch als plötzlich jemand aus ihrer Vergangenheit auftaucht, stellt sie fest, dass Davonlaufen nicht immer eine Lösung ist. Und auch andere Bewohner der Paradiesinsel bekommen unerwarteten Besuch...

Rund 2.000 Kilometer östlich des afrikanischen Kontinents liegt Mauritius. Eine Trauminsel für Urlauber aus der ganzen Welt, vor allem für viele Deutsche. Und traumhaft sind auch die Bilder, die der Zuschauer im dritten "Inselärztin"-Film zu sehen bekommt. Auch wenn sich der geneigte Reisende nach dem Anschauen vielleicht Sorgen um die Krankheits- und Unfalldichte in diesem Urlaubsparadies machen könnte, denn im Film "Das Geheimnis" häufen sich tragische Infektionen, Autounfälle und Bewusstlosigkeiten in ungewöhnlichem Maß. Doch zum Glück verweilt seit Kurzem Inselärztin Dr. Filipa Wagner (Anja Knauer) im Paradies und kann sich um die kleinen und großen Wehwehchen von Touristen und Einheimischen gleichermaßen kümmern.

Wie in Formaten dieser Art üblich ist Filipa aber nicht nur nach Mauritius gekommen, um sich um Patienten zu kümmern. Sie wollte einem traumatischen Erlebnis aus ihrer Vergangenheit entfliehen – dem Tod ihres Lebensgefährten. Eben dieses Erlebnis holt die Inselärztin in Form eines unerwarteten Besuchs wieder ein. Wie bringt sie das nur ihrem neuen Freund Daniel (Tobias Licht) bei? Doch auch dieser erhält im Film unerwarteten Besuch.

Der Nächste, der mit einem Geheimnis zu kämpfen hat, ist Barman Mike (Tyron Ricketts). Sein Vater, Hotelchef Kulowitz (Helmut Zierl), verlangt von seinem Sohn, dass er endlich Verantwortung für das Hotel übernehmen muss, das seine Mutter ihm kurz vor ihrem Tod überschrieb. Doch wie bringt Mike das Köchin und vielleicht Bald-Loverin Emi (Dennenesch Zoudé) bei, ohne, dass sie das Vertrauen in ihn verliert?

All die Geheimnisse sind ganz schön verwirrend, und nebenbei passiert eben auch das ein oder andere Unglück. Vielleicht dachten sich die Drehbuchautoren Wolfgang und Maja Brandstetter, dass traumhafte Sonnenuntergänge und paradiesische Strände nicht ausreichen, um die Deutschen im Januar dazu zu bringen, sich der "Inselärztin" zu widmen. Doch da täuschen sie sich wahrscheinlich, denn der Hauptgrund, diesen Film einzuschalten, bleibt eben die traumhafte Umgebung. Zugute halten muss man der Produktion, dass die etwas dramatische Handlung nicht so arg übertrieben wirkt wie in anderen Filmen dieser Art.

Auch die Schauspieler machen ihre Sache durchaus ordentlich. Doch das, was nach "Geheimnisse" vor allem hängen bleibt, ist der Wunsch, einen Urlaub auf Mauritius zu buchen – für den man allerdings einen ordentlich gefüllten Geldbeutel benötigt. Wer sich derartige Ausgaben nicht leisten will, hat eine Woche später zur gleichen Sendezeit abermals die Möglichkeit, mit dem vierten "Inselärztin"-Film "Die Entscheidung" wenigstens mental für weitere 90 Minuten an den Indischen Ozean zu reisen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst